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Publikationen

Publikationen

Auf dieser Seite finden Sie Publikationen des Museums Lichtenberg.

An dieser Stelle findest Du eine Auswahl aktueller Publikationen. Im Museum sind ca. 30 weitere Publikationen erhältlich. Einige davon sind nur hier zu erhalten.

Eine zweite Revolution? Das Frühjahr 1919 in Deutschland und Europa

Cover der Publikation Eine zweite Revolution? Das Frühjahr 1919 in Deutschland und Europa

Der November 1918 brachte den Sturz des deutschen Kaiserreichs, das Ende des Ersten Weltkriegs und den Aufbruch in republikanische Ordnung. Für viele Zeitgenossen war die deutsche Revolution aber auch im Frühjahr 1919 noch keineswegs abgeschlossen. Das Schlagwort von der „zweiten Revolution“ war daher weit verbreitet – für die einen Ausdruck ihrer unerfüllten Hoffnungen, während andere Chaos und bolschewistische Verhältnisse befürchteten. Die Publikation geht auf eine wissenschaftliche Tagung zurück, die zum 100. Jahrestag des Berliner Generalstreiks und der gewaltsamen Auseinandersetzungen vom März 1919 im Rathaus Berlin-Lichtenberg stattfand. Der Band dokumentiert den aktuellen Forschungsstand und enthält Beiträge zahlreicher Historikerinnen und Historiker.-Sie fragen nach den Zielen, Aktivitäten und Organisationsstrukturen der Revolutionsbewegungen. Die Rolle von Frauen wird ebenso gewürdigt wie jene der Revolutionsgegner und die Erinnerung an das Geschehen. Nicht nur in Deutschland, auch in vielen anderen Ländern Europas kam es zu massiven politischen und sozialen Auseinandersetzungen. Der Band macht deutlich, dass das Frühjahr 1919 eine Zeit politischen Aufbruchs, dramatischer Gewalt wie enttäuschter Hoffnungen war.

Hrsg.: Axel Weipert, Stefan Bollinger, Dietmar Lange, Robert Schmieder
Covergestaltung: Jochen Gester
ISBN 978-3-9820783-9-7
12,00 €

Tiere – Menschen – Sensationen – Der Fotograf Wulf Olm

Cover des Ausstellungskatalogs Wulf Olm - Tiere, Menschen, Sensationen

Katalog zur Ausstellung
17.05. bis 03.11.2019

„Raus müsst Ihr, dorthin, wo das Leben spielt!“ Diese Aufforderung des 2007 viel zu früh verstorbenen Fotografen Wulf Olm ist seinen früheren Weggefährten von der Berliner Zeitung noch heute in fester Erinnerung. Der Pressefotograf Wulf Olm war gebürtiger Karlshorster und wohnte viele Jahre in Neu-Hohenschönhausen. Viele seiner Fotos finden sich auch in den Publikationen des Bezirksamtes Lichtenberg, so über das Tierheim in Falkenberg oder von der Rennbahn Karlshost. Dem Museum Lichtenberg wurde nun der fotografische Nachlass Wulf Olms überlassen – ein unschätzbar kostbarer Fundus. Er enthält Bilder, die der Fotojournalist erst für die Junge Welt, später für die Berliner Zeitung machte, viele davon Auftragsarbeiten, die u.a. die Entstehungszeit des Bezirkes Hohenschönhausen wiedergeben. Unter den Kapiteln Tiere, Sport, Karlshorst Traberimpressionen, Porträts, (Nach-) Wendezeit, Berlin – Hohenschönhausen und Zeitgeschehen, zeigen wir eine Auswahl seiner Fotografien.

Autor: Wulf Olm
Gestaltung/ Layout: Anne Gubig
Druck: Saxoprint GmbH
ISBN 978-3-00-062469-8
Herausgegeben vom Museum Lichtenberg im Stadthaus
10,00 €

100 Jahre Frauenwahlrecht in Lichtenberg

Um gleiche Rechte durchzusetzen und in die Praxis umzusetzen, ist Engagement auf allen gesellschaftlichen Ebenen erforderlich. Das gilt heute wie gestern. Deshalb sind 100 Jahre Frauenwahlrecht Anlass, auch nach den Kämpfen und Auswirkungen in Lichtenberg zu Fragen:
Gab es Lichtenberger*innen, die für das Frauenwahlrecht stritten?
Wie viele Frauem wurden 1919 in die Stadtverordnetenversammlung von Lichtenberg gewählt?
Welche Frauen vertraten Lichtenberg auf Reichs- und Länderebene?
Die Autorin Claudia von Gélieu stellt das Ergebnis langjähriger Frauengeschichtsforschung und wenigen Wochen Recherche in Lichtenberg, in der hier bereitgestellten Präsentation, vor.
Ein etwas ausführlicheres Pockeheft zum Thema ist im Museum Lichtenberg erhältlich.

Schießbefehl für Lichtenberg

Schiessbefehl für Lichtenberg

Katalog zur Ausstellung
Das gewaltsame Ende der Revolution 1918/19 in Berlin
Begleitheft zur gleichnamigen Ausstellung
20.01. bis 05.05.2109

Inhalt:
Die Lichtenberger Märzkämpfe 1919 sind kaum noch in Erinnerung, die Hintergründe vergessen. Sie werden, ausgehend von dem Anfang März 1919 ausgerufenen
Generalstreik, der schon kurz nach Beginn abgebrochen wurde, ebenso dargestellt, wie die Ursachen der sich ihm anschließenden gewaltsamen Auseinandersetzungen
im Osten Berlin. Lichtenberg war von diesen Auseinandersetzungen besonders betroffen, weil in der damals noch selbständigen Stadt eine militärische Entscheidung
über den Ausgang der Revolution von Regierungstreuen Militärs herbeigeführt wurde. Mit einem unrechtmäßigen Schießbefehl reagierte Reichswehrminister
Gustav Noske auf den vorgeblichen Tod von 60 Beamten im Lichtenberger Polizeirevier Alfredstraße. Es kam zu willkürlichen Verhaftungen und
Misshandlungen von Revolutionären und unbeteiligten Zivilisten. 13 von ihnen wurden an der Mauer des Gemeindefriedhofes hingerichtet. Freikorpsverbände
setzten sich in Marsch und beschossen Wohnquartiere mit schwerem Gerät. Am 12. März flohen die letzten Aufständischen. Damit war das Ende der Novemberrevolution
in Berlin besiegelt. Militärische Gewalt war zum Mittel der Politik geworden und gab ein Muster ab für das Niederschlagen von weiteren politisch motivierten Erhebungen.

Autor: Dietmar Lange
geb. 1981, Historiker und Redakteur bei der Zeitschrift Arbeit – Bewegung –
Geschichte; Forschungen und Publikationen zu den Märzkämpfen 1919 in Berlin und
zur Geschichte der Arbeit und der Arbeiterbewegung in Deutschland und Italien;
Kurator der Ausstellung „Revolution 1918/19“ auf dem Friedhof der Märzgefallenen,
Autor u.a. von: Massenstreik und Schießbefehl – Generalstreik und Märzkämpfe in
Berlin 1919“

Gestaltung/ Layout: Helga Lieser
Druck Printworld
ISBN 978-3-00-061609-9

Herausgegeben vom Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Museum Lichtenberg im
Stadthaus anlässlich des 100 Jahrestages der Märzkämpfe in Lichtenberg 1919
5,00 €

Oskar Ziethen – Stationen eines preußischen Kommunalbeamten

Cover des Buches Oskar Ziethen – Stationen eines preußischen Kommunalbeamten

von Jürgen Hofmann
(Hrg.: Museum Lichtenberg)

Oskar Ziethen (1858–1932) hat als Amtsvorsteher und Bürgermeister entscheidenden Anteil an der Entwicklung Lichtenbergs zur Stadt und zum Großstadtbezirk Berlin. Am 9. September 1886 trat er sein Amt als Gemeindevorsteher in Lichtenberg an.
Jürgen Hofmann, Autor einer schon 2015 im Museum Lichtenberg vorgestellten Ausstellung, legt nun eine erste Publikation vor, mit der bisher vorhandene Lücken geschlossen und ein detailliertes Bild des „Stadtvaters“ von Lichtenberg gezeichnet werden soll.

Broschur, 69 Seiten, Preis: 5,00 Euro, erhältlich und bestellbar im Museum oder im Fachhandel (ISBN 978-3-00-053843-8)

Silent Moves

Karte Silent Moves

Nirgendwo sonst in Deutschland sind so viele Geschichten und Gegenwarten vietnamesischer Migration mit konkreten Orten verbunden wie in Berlin-Lichtenberg. Silent Moves setzt O-Töne, Interviews, Akten des Ministeriums für Staatssicherheit und Musik zu einem akustischen Archipel zusammen und führt zu Orten vietnamesischen Lebens von der DDR bis zur Gegenwart. So wird das Bezirksgebiet zu einem begehbaren Audioarchiv aus Stimmen von Zeitzeug*innen der „ersten“ und „zweiten Generation“, Ethnolog*innen, Psychiater*innen, Menschenrechtsaktivist*innen, Musiker*innen. Die Hörer*innen sind eingeladen, die akustischen Spuren aufzunehmen und den bewegenden Geschichten vietnamesischer Migrant*innen in Berlin zu folgen.

Karten und Geräte können im Museum Lichtenberg im Stadthaus ausgeliehen werden.

Konzept und Realisierung: Matthias Schönijahn // Mitarbeit: Thy Le // Wissenschaftliche Beratung: Dr. Anett Laue // Gefördert durch: Projektfonds für Erinnerungskultur und Zeitgeschichte des Berliner Senats // Kooperationspartner: Museum Lichtenberg // Unterstützt durch: Reistrommel e.V. // Vereinigung der Vietnamesen Berlin Brandenburg e.V.