Nächste Termine
11
Juni
Donnerstag
19:00 Uhr
Buchpräsentation mit musikalischer Begleitung
Bedrohtes Begehren. Queeres Leben im geteilten Berlin, 1945–1970“
Wir laden euch herzlich zu einem besonderen Abend ein: Andrea Rottmann (sie/they) liest aus ihrem neuen Buch und bringt queere Geschichten aus der Nachkriegszeit mit – zwischen Unsichtbarkeit, Aufbruch und Widerstand. Dabei stellt sie auch Personen in und aus Lichtenberg vor und macht queere Vergangenheit ganz nah und lebendig.
Musikalisch wird der Abend begleitet von Theresa „Terry“ Zanon (they/them) mit „Gott in Frauenhänden“ aus dem lesbischen Musical Burning Berlin (Weltpremiere: August 2026).
27
Juni
Samstag
14 Uhr
Führung
Hof- und Reformbauten in Alt-Hohenschönhausen
Führung mit Dieter Reichelt
Treffpunkt: Tram-Station Orankestrand (M 17, M 27)
Vor 100 Jahren begann in Berlin-Friedrichsfelde der Bau der ersten Wohnsiedlung in Großtafelbauweise. Der vom damaligen Stadtbaurat Martin Wagner initiierte Versuchsbau setzte erstmalig Bau- und Wohnideen um, die zum Vorbild späterer industrieller Fertigungsweisen wurden. Im 1926 nach Weimar umgezogenen Bauhaus nahmen architektonische, künstlerische soziale Vorstellungen Gestalt an, die Ausgangspunkte für zukünftige großstädtische Wohn- und Lebenswelten enthielten. Bis in die fortschrittfeindliche Nazi-Herrschaft hinein entstanden Wohnsiedlungen mit diesen neuen Wohnideen auch in Lichtenberg. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges bestand die Notwendigkeit schnellen und rationellen Bauens. Das Wiederaufgreifen der Ideen Martin Wagners von 1926 und der Bautechnologie der Architekten Goettel und Priemke brachte die Entwicklung der industriellen Wohnungsbauweise entscheidend voran.
In Lichtenberg sind mit den Großsiedlungen in Friedrichsfelde, Fennpfuhl und Neu-Hohenschönhausen Anfangs-
und Endpunkte dieser Entwicklung zu finden.
Vier Führungen laden dazu ein, auf ein Jahrhundert Baugeschichte zurückzuschauen, in der Maßstäbe gesetzt wurden, die noch immer für das heutige Bauen Anregungen bereithalten, um schnell, effektiv und sozial ausgerichteten Wohnraum zu schaffen.
4
Juli
Samstag
14 Uhr
Führung
Freilichtmuseum der Moderne – Lichtenberg/ Friedrichsfelde
Führung mit Dr. André Deschan
Treffpunkt: S-Bahnstation Nöldnerplatz, Ausgang Archibaldweg (S 5, 7, 75, Bus 396)
Vier Führungen laden dazu ein, auf ein Jahrhundert Baugeschichte zurückzuschauen, in der Maßstäbe gesetzt wurden, die noch immer für das heutige Bauen Anregungen bereithalten, um schnell, effektiv und sozial ausgerichteten Wohnraum zu schaffen.
26
August
Donnerstag
18:30 Uhr
Ausstellungseröffnung
„Lichtenberg Queer“
Eröffnung der Ausstellung „Lichtenberg Queer“
29
August
Samstag
14 Uhr
Führung
Die Vielfalt in der »Monotonie« – Führung entlang der Inforoute Platte&Co.
Führung mit Verena Bergt
Treffpunkt: Ein-/Ausgang U-Bahnhof Tierpark, Heinrich-Dathe-Platz/ Dathepromenade (U 5, Tram 27, 37)
Vier Führungen laden dazu ein, auf ein Jahrhundert Baugeschichte zurückzuschauen, in der Maßstäbe gesetzt wurden, die noch immer für das heutige Bauen Anregungen bereithalten, um schnell, effektiv und sozial ausgerichteten Wohnraum zu schaffen.
4
September
Freitag
offen
Ausstellungseröffnung
Eröffnung der Kunstausstellung „Lichtenberg Queer“
12
September
Samstag
14 Uhr
Führung
Modellregion für die Gegenwart? Großsiedlung Neu-Hohenschönhausen
Führung mit Dr. Thomas Thiele
Treffpunkt: Tram-Station Zingster Straße/Prerower Platz, Zugang Linden-Center (Tram M 5, 17)
Vier Führungen laden dazu ein, auf ein Jahrhundert Baugeschichte zurückzuschauen, in der Maßstäbe gesetzt wurden, die noch immer für das heutige Bauen Anregungen bereithalten, um schnell, effektiv und sozial ausgerichteten Wohnraum zu schaffen.
Projekte
Forschungsprojekte, Mitmach-Aktionen & mehr
Auch über Ausstellungen und Veranstaltungen im Museum und im Stadtraum hinaus ist das Museum Lichtenberg in Projekte und Aktionen involviert.
Aufruf: Erinnerungsstücke gesucht.
Ihr seid Teil der Geschichte Lichtenbergs
Welchen Gegenstand aus eurem Besitz möchtet ihr zusammen mit einer Erinnerung als Leihgabe an das Museum Lichtenberg übergeben? Wir suchen Dinge aus eurer Lebensgeschichte, Familiengeschichte oder der allgemeinen Zeitgeschichte – Alltägliches, Persönliches oder Historisches. Die dazugehörigen Erinnerungen und Besonderheiten können schriftlich oder mündlich im Museum Lichtenberg übergeben werden.
Der Gegenstand wird nach der Übergabe im Museum zu sehen sein. Er darf das Maß von 30×30×30 cm nicht überschreiten.
Kontakt:
Archiv- und Sammlungsleiter
Dr. Dirk Moldt
030 57797388 18
Wir suchen Zeitzeug*innen!
Für das Forschungsprojekt „Queer Lichtenberg – gestern und heute“ bitten wir um Ihre Mithilfe
Uns interessieren Ihre Erlebnisse und Eindrücke aus der Zeit vor 1989, den Wendejahren bis zur Gegenwart. Wie war das in Lichtenberg? Wie ist es Ihnen ergangen? Gab es Treffpunkte? Fühlten Sie sich sicher? Wo haben Sie getanzt und gefeiert? Uns interessieren Geschichten des ganz normalen Lebens mit seinen Höhen und Tiefen, Mut und Bedrängnissen, Einsamkeiten und bestärkenden Freundschaften. Wir würden uns freuen, wenn Sie Ihre persönliche Geschichte weitergeben möchten. Damit diese nicht vergessen wird.
Öffentlich kaum wahrgenommen wurde und wird, dass auch Lichtenberg Lebens- und Arbeitsort vieler queerer Menschen war und ist. „Queer“ ist der Überbegriff für verschiedene, nicht heterosexuelle Orientierungen und Geschlechter. Mit dem Ziel, dieses Leben im Stadtraum sichtbar zu machen, startete die Diversity- und Queerbeauftragte des Bezirks Lichtenberg, Sabine Pöhl, in Kooperation mit dem Museum Lichtenberg ein Forschungsprojekt, das queere Bewegungsgeschichte(n) anhand von Akteur*innen ergründen soll.
Die Historiker Karl-Heinz Steinle und Andreas Pretzel erforschen anhand von Alltagserfahrungen, Treffpunkten und Aktionen die Vielfalt queerer Lebenswelten, fragen nach Handlungsräumen für queere Menschen und wie sich ihre Formen von Eigensinn und Selbstbehauptung in Zeiten von Diskriminierung, Verfolgung und Unterdrückung änderten.
Kontakt:
Archiv- und Sammlungsleiter
Dr. Dirk Moldt
030 57797388 18
Moldt@Kultur-in-Lichtenberg.de
Koloniale Spuren in Lichtenberg
Das Museum Lichtenberg geht kolonialen Spuren in Lichtenberg nach. Erste Forschungsergebnisse zum Schloss Friedrichsfelde und Benjamin Raule, zum geplanten Kolonialviertel in Karlshorst und zu Straßennamen im sogenannten Burenviertel geben einen Einblick in die Kolonialgeschichte des Bezirks.
Dank der Förderung des Bezirkskulturfonds Berlin kann das Museum die Forschungen in 2024 fortsetzen. Das Projekt wird aus Mitteln des Programms des Landes Berlin zur kulturellen Infrastrukturerhaltung und -entwicklung in den Bezirken (Bezirkskulturfonds) gefördert.
Erfahre mehr über das Projekt „Kolonialismus begegnen: Dezentrale Perspektiven auf die Berliner Stadtgeschichte“ auf kolonialismus-begegnen.de.
Was hat Lichtenberg mit dem deutschen Kolonialismus zu tun? Auf den ersten Blick scheint es im Bezirk keine Gebäude (mehr) zu geben, die auf koloniale Verflechtungen hinweisen. Eine neue Publikation stellt nun Forschungsergebnisse vor, die dennoch koloniale Spuren im Bezirk nachweisen.
Die neue Publikation „Koloniale Spuren in Lichtenberg“, herausgegeben vom Museum Lichtenberg, stellt aktuelle Ergebnisse vielfältiger Forschungen vor. Die regionalgeschichtliche Spurensuche zeichnet ein vielschichtiges und überraschendes Bild der kolonialen Verflechtungen des Bezirks. Fotos im Band zeigen, dass Menschen aus Afrika offenbar auch jahrelang bei den Wasserparaden des Stralauer Fischzuges eine Rolle spielten. Auch das Burenviertel in Karlshorst hat einen kolonialgeschichtlichen Bezug. Mit diesen und weiteren Beispielen ist der Band als eine Zwischenbilanz zu verstehen. Weitere Projekte werden folgen.