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Programm

Programm

Ein Museum für alle – Wir laden euch ein, mitzumachen.

Die Geschichte Lichtenbergs erleben und auf unterschiedliche Weise mit der Gegenwart verbinden. Neue Zugänge und Perspektiven bieten – das soll allen möglich sein.
Alle Programmformate und Veranstaltungen sind darum kostenfrei zugänglich.

Veranstaltungen

Selbst mitgestalten und miteinander ins Gespräch kommen.

Das Museum macht Lichtenberg erlebbar. Es ist ein Ort des offenen Dialogs und der Begegnung. Das Angebot umfasst Führungen und Workshops, Lesungen und Vorträge, Diskussionsrunden und vieles mehr. Im öffentlichen Stadtraum gibt es regelmäßig Angebote, darunter Spaziergänge oder Mitmach-Aktionen wie das mobile Museum.

Nächste Termine

11

Juni

Donnerstag

19:00 Uhr

Buchpräsentation mit musikalischer Begleitung

Bedrohtes Begehren. Queeres Leben im geteilten Berlin, 1945–1970“

Wir laden euch herzlich zu einem besonderen Abend ein: Andrea Rottmann (sie/they) liest aus ihrem neuen Buch und bringt queere Geschichten aus der Nachkriegszeit mit – zwischen Unsichtbarkeit, Aufbruch und Widerstand. Dabei stellt sie auch Personen in und aus Lichtenberg vor und macht queere Vergangenheit ganz nah und lebendig.

Musikalisch wird der Abend begleitet von Theresa „Terry“ Zanon (they/them) mit „Gott in Frauenhänden“ aus dem lesbischen Musical Burning Berlin (Weltpremiere: August 2026).

27

Juni

Samstag

14 Uhr

Führung

Hof- und Reformbauten in Alt-Hohenschönhausen

Führung mit Dieter Reichelt
Treffpunkt: Tram-Station Orankestrand (M 17, M 27)

Vor 100 Jahren begann in Berlin-Friedrichsfelde der Bau der ersten Wohnsiedlung in Großtafelbauweise. Der vom damaligen Stadtbaurat Martin Wagner initiierte Versuchsbau setzte erstmalig Bau- und Wohnideen um, die zum Vorbild späterer industrieller Fertigungsweisen wurden. Im 1926 nach Weimar umgezogenen Bauhaus nahmen architektonische, künstlerische soziale Vorstellungen Gestalt an, die Ausgangspunkte für zukünftige großstädtische Wohn- und Lebenswelten enthielten. Bis in die fortschrittfeindliche Nazi-Herrschaft hinein entstanden Wohnsiedlungen mit diesen neuen Wohnideen auch in Lichtenberg. Nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges bestand die Notwendigkeit schnellen und rationellen Bauens. Das Wiederaufgreifen der Ideen Martin Wagners von 1926 und der Bautechnologie der Architekten Goettel und Priemke brachte die Entwicklung der industriellen Wohnungsbauweise entscheidend voran.
In Lichtenberg sind mit den Großsiedlungen in Friedrichsfelde, Fennpfuhl und Neu-Hohenschönhausen Anfangs-
und Endpunkte dieser Entwicklung zu finden.

Vier Führungen laden dazu ein, auf ein Jahrhundert Baugeschichte zurückzuschauen, in der Maßstäbe gesetzt wurden, die noch immer für das heutige Bauen Anregungen bereithalten, um schnell, effektiv und sozial ausgerichteten Wohnraum zu schaffen.

4

Juli

Samstag

14 Uhr

Führung

Freilichtmuseum der Moderne – Lichtenberg/ Friedrichsfelde

Führung mit Dr. André Deschan
Treffpunkt: S-Bahnstation Nöldnerplatz, Ausgang Archibaldweg (S 5, 7, 75, Bus 396)

Vier Führungen laden dazu ein, auf ein Jahrhundert Baugeschichte zurückzuschauen, in der Maßstäbe gesetzt wurden, die noch immer für das heutige Bauen Anregungen bereithalten, um schnell, effektiv und sozial ausgerichteten Wohnraum zu schaffen.

26

August

Donnerstag

18:30 Uhr

Ausstellungseröffnung

„Lichtenberg Queer“

Eröffnung der Ausstellung „Lichtenberg Queer“

29

August

Samstag

14 Uhr

Führung

Die Vielfalt in der »Monotonie« – Führung entlang der Inforoute Platte&Co.

Führung mit Verena Bergt
Treffpunkt: Ein-/Ausgang U-Bahnhof Tierpark, Heinrich-Dathe-Platz/ Dathepromenade (U 5, Tram 27, 37)

Vier Führungen laden dazu ein, auf ein Jahrhundert Baugeschichte zurückzuschauen, in der Maßstäbe gesetzt wurden, die noch immer für das heutige Bauen Anregungen bereithalten, um schnell, effektiv und sozial ausgerichteten Wohnraum zu schaffen.

4

September

Freitag

offen

Ausstellungseröffnung

Eröffnung der Kunstausstellung „Lichtenberg Queer“

12

September

Samstag

14 Uhr

Führung

Modellregion für die Gegenwart? Großsiedlung Neu-Hohenschönhausen

Führung mit Dr. Thomas Thiele
Treffpunkt: Tram-Station Zingster Straße/Prerower Platz, Zugang Linden-Center (Tram M 5, 17)

Vier Führungen laden dazu ein, auf ein Jahrhundert Baugeschichte zurückzuschauen, in der Maßstäbe gesetzt wurden, die noch immer für das heutige Bauen Anregungen bereithalten, um schnell, effektiv und sozial ausgerichteten Wohnraum zu schaffen.

Projekte

Forschungsprojekte, Mitmach-Aktionen & mehr

Auch über Ausstellungen und Veranstaltungen im Museum und im Stadtraum hinaus ist das Museum Lichtenberg in Projekte und Aktionen involviert.

Aufruf: Erinnerungsstücke gesucht.

Regal mit 25 Fächern, das mit Gegenständen gefüllt ist
Regal voller Erinnerungsstücke, 2024, Foto: Peter Thieme

Ihr seid Teil der Geschichte Lichtenbergs
Welchen Gegenstand aus eurem Besitz möchtet ihr zusammen mit einer Erinnerung als Leihgabe an das Museum Lichtenberg übergeben? Wir suchen Dinge aus eurer Lebensgeschichte, Familiengeschichte oder der allgemeinen Zeitgeschichte – Alltägliches, Persönliches oder Historisches. Die dazugehörigen Erinnerungen und Besonderheiten können schriftlich oder mündlich im Museum Lichtenberg übergeben werden.

Der Gegenstand wird nach der Übergabe im Museum zu sehen sein. Er darf das Maß von 30×30×30 cm nicht überschreiten.

Kontakt:
Archiv- und Sammlungsleiter
Dr. Dirk Moldt
030 57797388 18

Wir suchen Zeitzeug*innen!

Plakat Queer Lichtenberg, gestern und heute
Queer Lichtenberg, gestern und heute

Für das Forschungsprojekt „Queer Lichtenberg – gestern und heute“ bitten wir um Ihre Mithilfe

Uns interessieren Ihre Erlebnisse und Eindrücke aus der Zeit vor 1989, den Wendejahren bis zur Gegenwart. Wie war das in Lichtenberg? Wie ist es Ihnen ergangen? Gab es Treffpunkte? Fühlten Sie sich sicher? Wo haben Sie getanzt und gefeiert? Uns interessieren Geschichten des ganz normalen Lebens mit seinen Höhen und Tiefen, Mut und Bedrängnissen, Einsamkeiten und bestärkenden Freundschaften. Wir würden uns freuen, wenn Sie Ihre persönliche Geschichte weitergeben möchten. Damit diese nicht vergessen wird.

Öffentlich kaum wahrgenommen wurde und wird, dass auch Lichtenberg Lebens- und Arbeitsort vieler queerer Menschen war und ist. „Queer“ ist der Überbegriff für verschiedene, nicht heterosexuelle Orientierungen und Geschlechter. Mit dem Ziel, dieses Leben im Stadtraum sichtbar zu machen, startete die Diversity- und Queerbeauftragte des Bezirks Lichtenberg, Sabine Pöhl, in Kooperation mit dem Museum Lichtenberg ein Forschungsprojekt, das queere Bewegungsgeschichte(n) anhand von Akteur*innen ergründen soll.

Die Historiker Karl-Heinz Steinle und Andreas Pretzel erforschen anhand von Alltagserfahrungen, Treffpunkten und Aktionen die Vielfalt queerer Lebenswelten, fragen nach Handlungsräumen für queere Menschen und wie sich ihre Formen von Eigensinn und Selbstbehauptung in Zeiten von Diskriminierung, Verfolgung und Unterdrückung änderten.

Kontakt:
Archiv- und Sammlungsleiter
Dr. Dirk Moldt
030 57797388 18
Moldt@Kultur-in-Lichtenberg.de

Koloniale Spuren in Lichtenberg

Zeichnung des Schlosses Friedrichsfelde und der umgebenden Gartenlandschaft
„Friederichs Feldt“, Friedrichsfelder Schloss um 1700, Zeichnung von Jean Baptiste Broebes, Signatur: Stadtmuseum Berlin GDR 90-24

Das Museum Lichtenberg geht kolonialen Spuren in Lichtenberg nach. Erste Forschungsergebnisse zum Schloss Friedrichsfelde und Benjamin Raule, zum geplanten Kolonialviertel in Karlshorst und zu Straßennamen im sogenannten Burenviertel geben einen Einblick in die Kolonialgeschichte des Bezirks.
Dank der Förderung des Bezirkskulturfonds Berlin kann das Museum die Forschungen in 2024 fortsetzen. Das Projekt wird aus Mitteln des Programms des Landes Berlin zur kulturellen Infrastrukturerhaltung und -entwicklung in den Bezirken (Bezirkskulturfonds) gefördert.
Erfahre mehr über das Projekt „Kolonialismus begegnen: Dezentrale Perspektiven auf die Berliner Stadtgeschichte“ auf kolonialismus-begegnen.de.

Was hat Lichtenberg mit dem deutschen Kolonialismus zu tun? Auf den ersten Blick scheint es im Bezirk keine Gebäude (mehr) zu geben, die auf koloniale Verflechtungen hinweisen. Eine neue Publikation stellt nun Forschungsergebnisse vor, die dennoch koloniale Spuren im Bezirk nachweisen.

Die neue Publikation „Koloniale Spuren in Lichtenberg“, herausgegeben vom Museum Lichtenberg, stellt aktuelle Ergebnisse vielfältiger Forschungen vor. Die regionalgeschichtliche Spurensuche zeichnet ein vielschichtiges und überraschendes Bild der kolonialen Verflechtungen des Bezirks. Fotos im Band zeigen, dass Menschen aus Afrika offenbar auch jahrelang bei den Wasserparaden des Stralauer Fischzuges eine Rolle spielten. Auch das Burenviertel in Karlshorst hat einen kolonialgeschichtlichen Bezug. Mit diesen und weiteren Beispielen ist der Band als eine Zwischenbilanz zu verstehen. Weitere Projekte werden folgen.

Bildungsangebote

Museumssonntag

Ob Eltern, Großeltern, Kinder oder einzelne Interessierte: Am ersten Sonntag im Monat seid ihr alle herzlich zu unserem kostenfreien Museumssonntag eingeladen!
Gemeinsam mit der Kunsthistorikerin Susanne Sabouri und der Künstlerin Anastasia Mikhaylova entdeckt ihr Lichtenberg spielerisch, kreativ und mit allen Sinnen neu.
Bei Führungen, Gesprächen und kreativen Workshops entstehen neue Perspektiven auf den Bezirk und eigene kleine Kunstwerke.

Hier findest du weitere Führungen, Workshops und ergänzendes Programm zu unseren Ausstellungen.

… für Familien, Schulklassen, Kinder und für alle anderen mit großem Wissensdurst.

Kinderhände beim spielen
© Anastasia Mikhaylova

… für Kinder & Familie

Spielerisch, spannend und unmittelbar: Die Dauerausstellung bietet die Möglichkeit, Lichtenberger Geschichte ganz neu kennenzulernen. An Objekten zum Anfassen und Ausprobieren, an Hör- und Geruchsstationen lässt sie sich mit allen Sinnen erleben. An der offenen Kreativ-Insel können Eindrücke gestalterisch umgesetzt und eigene Ideen eingebracht werden.

Kinderhände beim malen
© Anastasia Mikhaylova

Offene Kreativ-Workshops & Führungen

Regelmäßig finden kostenlose Workshops und Veranstaltungen statt, wie zum Beispiel Mal-und-Bastel-Workshops oder Familienführungen an jedem ersten Sonntag im Monat. Hier steht der lebendige Umgang mit Ausstellungsobjekten und ein kreatives Annähern an Lichtenberger Geschichte im Vordergrund.

Foto aus einem Workshop
© Anastasia Mikhaylova

…für Schulklassen

Auf Anfrage werden Führungen und Workshops für Schulklassen angeboten. Ein Besuch der Dauerausstellung eignet sich ideal als vertiefende und zugleich dynamische Ergänzung des Unterrichts. Durch den interaktiven Ansatz und Umgang mit Ausstellungsobjekten können Schüler*innen industrielle, politische und soziale Entwicklungen beispielhaft nachvollziehen. Kontaktiere das Museum für die Planung einer Führung und weitere Informationen.