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Willkommen im Museum Lichtenberg

Unsere Dauerausstellung erzählt, wie Lichtenberg zu dem wurde, was es heute ist, und was es so besonders macht. Im Mittelpunkt stehen dabei die Themen Arbeiten – Leben – Verändern, zu erleben in vier Ausstellungsräumen: WAS? WO? WER? WOW!

WAS? WO? WER? Lichtenberg WOW!

Wir erinnern…

Wir erinnern….

120. Geburtstag von Alfred Kowalke (*11. April 1907 – † 6. März1944)
Alfred Kowalke lernte Tischler und arbeitete anschließend in Berlin und Hamburg. 1925 trat Kowalke in die KPD ein und gehörte seit Ende 1931 dem illegalen AM-Apparat des ZK der KPD an. Er war für Waffen- und Munitionsbeschaffung verantwortlich und reiste Ende 1932 zu einer militärischen Ausbildung nach Moskau. Nach Beendigung des Kurses kehrte er über Prag im Mai 1935 nach Deutschland zur illegalen Arbeit zurück. Ende 1935 emigrierte Kowalke nach Prag und war dort im AM-Apparat der Auslandsleitung der KPD eingesetzt. Er kam dann als Instrukteur unter dem Namen Arthur Janda nach Danzig und arbeitete mit den zwei kommunistischen Volkstagsabgeordneten zusammen. Als diese verhaftet wurden, ging Kowalke erneut nach Prag und wurde zur illegalen Arbeit nach Mitteldeutschland geschickt. Im Februar 1937 reiste er über Amsterdam nach Paris, in den folgenden Monaten Instrukteur des ZK der KPD in Bremen und im Ruhrgebiet. Bei Kriegsausbruch in den Niederlanden, ging Kowalke im Spätherbst 1941 nach Westdeutschland, um Verbindungen zu suchen und aufzubauen sowie für illegal einreisende Instrukteure Quartiere zu beschaffen, was erst in der Folgezeit in Berlin gelang.
Kowalke wurde ein enger Mitarbeiter des illegalen ZK-Instrukteurs Wilhelm Knöchel. Mit dem ZK-Instrukteur Wilhelm Beuttel schrieb er Artikel für die Zeitungen »Ruhr-Echo«, „Freiheit“ und die von Knöchel redigierte Zeitung „Der Friedenskämpfer“. Während eines illegalen Treffs am 2. Februar 1943 verhaftet, am 5. November 1943 vom 2. Senat des VGH zum Tode verurteilt, wurde Alfred Kowalke am 6. März 1944 im Zuchthaus Brandenburg ermordet.
Im Ortsteil Friedrichsfelde ist seit 1976 eine Straße nach Alfred Kowalke benannt.

Nächste Termine

11

Oktober

Sonntag

14–16:30 Uhr

WORKSHOP

Mit den Digedags auf Schnitzeljagd!

Wir sind dabei: KinderKulturMonat 2026!

Im Oktober verwandelt sich Berlin wieder in eine große Bühne für Kinder: Der KinderKulturMonat lädt alle 4- bis 12-Jährigen und ihre Familien dazu ein, die vielfältige Kulturlandschaft der Stadt zu entdecken.

Kommt mit Dig, Dag und Digedag auf eine Reise durch 700 Jahre Lichtenberger Geschichte!
Dabei trefft Ihr schlaue Menschen, die viel erfunden haben, entdeckt Dinge und Technik von früher und heute, erfahrt etwas über Luftschiffe und probiert eine echte LKW-Bremse aus. Wer gut zuhört, findet das Lösungswort für den Schatz! Danach geht es bunt weiter: Ihr gestaltet Euer eigenes T-Shirt oder einen Stoffbeutel mit Farben, Schablonen und Drucktechniken. Bei gutem Wetter können wir draußen arbeiten und sogar Gipsfiguren gießen und bemalen. Begleitet werdet Ihr von der Kunsthistorikerin Susanne Sabouri und der Künstlerin Anastasia Mikhaylova.

Alter: 5—8 Jahre
für Familien

Für diese Veranstaltung ist keine Anmeldung nötig, kommt einfach vorbei. Bitte beachtet: Die Veranstaltung beginnt pünktlich.

21

Oktober

Mittwoch

18:30 Uhr

Klingel bei…? Begleitprogramm zur Ausstellung

Panel-Diskussion: Was heißt „queer“ auf…?

Eine Zusammenarbeit vom Museum Lichtenberg und der AG Migrantische Linke Lichtenberg

Wer queer ist, weiß, wie es ist, in zwei Welten zu leben – in der einen müssen wir uns einer heteronormativen Gesellschaft mit frigiden Geschlechterrollen anpassen; in der anderen können wir sein, wer wir sind, und lieben, wen wir wollen. Auch migrantische Menschen leben ständig in verschiedenen Welten. Es gibt Situationen, in denen
wir einen essenziellen Teil von uns verstecken müssen, in der Hoffnung, akzeptiert zu werden, bspw. wenn migrantische Menschen, ihre Muttersprache nicht sprechen, sei es, weil es ihnen verboten wird oder weil sie es selbst „uncool“ finden, da es sie anders macht.
Stigmatisierung und Diskriminierung, andererseits aber bunte Vielfalt und stark ausgeprägte Kultur zeichnen die queeren und migrantischen Communities aus. Wie ist es also, wenn diese Welten aufeinanderprallen und interagieren? In einer Gesellschaft, die uns gern in Schubladen einsortiert, wie ist es, in keine oder mehrere gleichzeitig zu gehören? Gleichzeitig stellen sich Fragen über Begriffe und kulturelle Unterschiede. Was für Wörter werden auf anderen Sprachen genutzt, um Queerness auszudrücken? Wie wird queere Kultur gelebt in
migrantischen Haushälten?
In einer Panel-Diskussion besprechen queere Migras 1. und 2. Generation, wie Herkunft, Identität
und gesellschaftliche Ausgrenzung zusammenwirken. Die AG Migrantische Linke Lichtenberg hat
folgende Personen zum Panel eingeladen:

🟡 Kila (sie/ihr) ist MTL-Auszubildende und Mitorganisatorin von Cơm Together (viet-deutscher Communitytreff).

🟡 Ilias (er/ihm) macht derzeit seinen Master in Museumsmanagement und -kommunkation. Davor studierte er Bildende Kunst und Film, wo der Schwerpunkt seiner Arbeit auf queeren Repräsentationen und Archivierungsprozessen lag. Geboren und aufgewachsen in Montpellier in Südfrankreich, hat er algerische und maltesische Wurzeln.

🟡 Hanka (sie/ihr) ist in Berlin aufgewachsen und hat polnische familiäre Migrationsgeschichte. Sie hat sechs Jahre in Warschau gelebt, studiert und gearbeitet. Als Sozialarbeiterin bei LesLeFam e.V. (Lesben Leben Familie) setzt sie sich für mehr queere Sichtbarkeit und Unterstützungsangebote in den Berliner Ostbezirken ein.

🟡 Khang (dey/deren, er/ihn) ist Sprecher der AG Migrantische Linke Lichtenberg und organisiert kulturelle Community-Events im politischen Rahmen. Dey ist aufgewachsen in Marzahn-Hellersdorf und Kind vietnamesischer Vertragsarbeiter:innen.

🟡 Moderiert wird von So-Rim (sie/ihr), Psychologin und seit 2010 im Bereich Anti-Rassismus und queere Vielfalt tätig.

Zum Event gibt es kleine Snacks von Về Nhà Catering (@venha.berlin) und alkoholfreie Getränke
vom Museum.

Veranstaltungen

Plane deinen Besuch

Rollstuhl Symbolbild für Rollstuhlfahrer
Symbolbild Barrierefreiheit

Barrierefreies Museum

Das Museum Lichtenberg hat das ausdrückliche Ziel, die Ausstellungen allen Besucher*innen zugänglich zu machen. Hier gibt es Informationen zur Barrierefreiheit des Museums.

Regal mit beschrifteten Kisten
Archiv (Symbolbild, KI-generiert)

Recherche vor Ort

Zum Museum gehört auch ein umfangreiches Archiv mit Dokumenten, Zeitzeugnissen, Obiekten und Fotos sowie eine Präsenzbibliothek.

Bodenleitsystem der Dauerausstellung im Museum Lichtenbergeum
Dauerausstellung, Bodenleitsystem, 2024

360 Grad Rundgang

Komm schon mal digital vorbei. Hier kannst du dir die Dauerausstellung vorab ansehen.

Bildungsangebote

… für Familien, Schulklassen, Kinder und alle anderen mit großem Wissensdurst.

Hier findest du Führungen, Workshops und ergänzendes Programm zu unseren Ausstellungen.

Projekte

Regal mit 25 Fächern, das mit Gegenständen gefüllt ist
Regal mit 25 Fächern, das mit Gegenständen gefüllt ist Foto: Peter Thieme

Erinnerungsstücke gesucht!

Ihr seid Teil der Geschichte Lichtenbergs! Das Museum Lichtenberg sucht ab sofort Gegenstände aus eurem Besitz als Leihgabe für unsere Ausstellung.

Begleitend finden ab September im öffentlichen Stadtraum Mitmach-Aktionen der Performancegruppe K.I.E.Z. ToGo statt.

Welchen Gegenstand aus eurem Besitz möchtet ihr zusammen mit einer Erinnerung als Leihgabe an das Museum Lichtenberg übergeben? Wir suchen Dinge aus eurer Lebensgeschichte, Familiengeschichte oder der allgemeinen Zeitgeschichte – Alltägliches, Persönliches oder Historisches. Die dazugehörigen Erinnerungen und Besonderheiten können schriftlich oder mündlich im Museum Lichtenberg übergeben werden.

Der Gegenstand wird nach der Übergabe im Museum zu sehen sein. Er darf das Maß von 30×30×30 cm nicht überschreiten.

Kontakt:
Archiv- und Sammlungsleiter
Dr. Dirk Moldt
030 57797388 18
Moldt@Kultur-in-Lichtenberg.de

Plakat Queer Lichtenberg, gestern und heute
Queer Lichtenberg, gestern und heute

Wir suchen Zeitzeug*innen!

Für das Forschungsprojekt „Queer Lichtenberg – gestern und heute“ bitten wir um Ihre Mithilfe

Uns interessieren Ihre Erlebnisse und Eindrücke aus der Zeit vor 1989, den Wendejahren bis zur Gegenwart. Wie war das in Lichtenberg? Wie ist es Ihnen ergangen? Gab es Treffpunkte? Fühlten Sie sich sicher? Wo haben Sie getanzt und gefeiert? Uns interessieren Geschichten des ganz normalen Lebens mit seinen Höhen und Tiefen, Mut und Bedrängnissen, Einsamkeiten und bestärkenden Freundschaften. Wir würden uns freuen, wenn Sie Ihre persönliche Geschichte weitergeben möchten. Damit diese nicht vergessen wird.

Öffentlich kaum wahrgenommen wurde und wird, dass auch Lichtenberg Lebens- und Arbeitsort vieler queerer Menschen war und ist. „Queer“ ist der Überbegriff für verschiedene, nicht heterosexuelle Orientierungen und Geschlechter. Mit dem Ziel, dieses Leben im Stadtraum sichtbar zu machen, startete die Diversity- und Queerbeauftragte des Bezirks Lichtenberg, Sabine Pöhl, in Kooperation mit dem Museum Lichtenberg ein Forschungsprojekt, das queere Bewegungsgeschichte(n) anhand von Akteur*innen ergründen soll.

Die Historiker Karl-Heinz Steinle und Andreas Pretzel erforschen anhand von Alltagserfahrungen, Treffpunkten und Aktionen die Vielfalt queerer Lebenswelten, fragen nach Handlungsräumen für queere Menschen und wie sich ihre Formen von Eigensinn und Selbstbehauptung in Zeiten von Diskriminierung, Verfolgung und Unterdrückung änderten.

Kontakt:
Archiv- und Sammlungsleiter
Dr. Dirk Moldt
030 57797388 18
Moldt@Kultur-in-Lichtenberg.de

Zeichnung des Schlosses Friedrichsfelde und der umgebenden Gartenlandschaft
„Friedrichs Feldt“, Friedrichsfelder Schloss um 1700, Zeichnung von Jean Baptiste Broebes, Signatur: Stadtmuseum Berlin GDR 90-24

Koloniale Spuren in Lichtenberg

Das Museum Lichtenberg geht kolonialen Spuren in Lichtenberg nach. Erste Forschungsergebnisse, etwa zum Schloss Friedrichsfelde und Benjamin Raule, geben einen Einblick in die Kolonialgeschichte des Bezirks.

Was hat Lichtenberg mit dem deutschen Kolonialismus zu tun? Auf den ersten Blick scheint es im Bezirk keine Gebäude (mehr) zu geben, die auf koloniale Verflechtungen hinweisen. Eine neue Publikation stellt nun Forschungsergebnisse vor, die dennoch koloniale Spuren im Bezirk nachweisen.

Die neue Publikation „Koloniale Spuren in Lichtenberg“, herausgegeben vom Museum Lichtenberg, stellt aktuelle Ergebnisse vielfältiger Forschungen vor. Die regionalgeschichtliche Spurensuche zeichnet ein vielschichtiges und überraschendes Bild der kolonialen Verflechtungen des Bezirks. Fotos im Band zeigen, dass Menschen aus Afrika offenbar auch jahrelang bei den Wasserparaden des Stralauer Fischzuges eine Rolle spielten. Auch das Burenviertel in Karlshorst hat einen kolonialgeschichtlichen Bezug. Mit diesen und weiteren Beispielen ist der Band als eine Zwischenbilanz zu verstehen. Weitere Projekte werden folgen.

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Symbolabbildung der Kulturkarte Lichtenberg

Kulturkarte Lichtenberg

Nutze die interaktive Kulturkarte Lichtenberg für einen Überblick über die vielfältige Kulturlandschaft mit Museen, Galerien, Bibliotheken, Ausstellungen, Bühnen mit Theater- und Konzertangeboten.

Lichtenberg ist ein wichtiger Ort geschichtlicher Umbrüche: vor 1900 noch eine ländliche Gemeinde, entwickelte es sich innerhalb kurzer Zeit zu einem Berliner Stadtteil mit moderner städtischer Infrastruktur, Handel und Industrie. So gut wie alle geschichtlichen Großereignisse Deutschlands haben hier ihre Spuren hinterlassen – von den Märzkämpfen 1919 über eine Unterschrift in Karlshorst, die den Zweiten Weltkrieg beendete, über das Wirken der Stasi-Zentrale bis zu Treffen der Friedens-, Umwelt- und Menschenrechtsbewegung in der Rummelsburger Erlöserkirche.
Der Bezirk Lichtenberg von Berlin will mit der digitalen und interaktiven Kulturkarte die Anzahl der Kulturorte und ihre Verbreitung im Bezirk sichtbar machen. Ebenso weist die Kulturkarte den Weg zu den Orten im Bezirk an denen deutsche Geschichte authentisch sichtbar wird: Zu entdecken sind Denkmäler, Gedenkorte, Stolpersteine, die an die Ermordung jüdischer Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Lichtenberg erinnern. Mit den insgesamt aktuelle 12 thematischen Touren kann der Bezirk auf eigene Faust erkundet und neu kennengelernt werden.