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Bezirksamt Lichtenberg
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Museum Lichtenberg 
im Stadthaus
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Ă–ffentliches Gedenken:

Rudolf-Seiffert-StraĂźe

 

 

 

 

Geboren am 11. Juli 1908 in Berlin-Charlottenburg als Sohn eines Bäckers, von Beruf Rohrleger und Revisor, gehörte Rudolf Seiffert seit 1926 dem KJVD und der KPD, an. Der leidenschaftliche Schwimmer war in der Schwimmsparte im Arbeitsportverein "Fichte" organisiert. 1929 nach einer Protestveranstaltung des KJVD von der Polizei angeschossen, wurde ihm deswegen ein Bein amputiert. Infolge seiner Invalidität war er lange ohne Arbeit. Erst 1936 fand er wieder Beschäftigung, zunächst als Hilfsarbeiter, später als Revisor in den Siemens & Halske-Werken in Berlin-Siemensstadt. Bis 1933 fĂĽr die KPD in Berlin-Wedding tätig, setzte er nach der MachtĂĽbernahme der Nationalsozialisten die antifaschistische Arbeit fort. Später war Leiter einer illegalen Betriebsgruppe in Berlin-Siemensstadt und hielt ab 1943 Kontakt zu Anton Saefkow. Er stellte auch seine Wohnung fĂĽr Beratungen zur VerfĂĽgung und unterstĂĽtzte illegal Lebende mit Lebensmittelkarten und Geld. Er half mit die antifaschistischen ‘Soldatenbriefe’ an Feldpostadressen zu versenden und unter Wehrmachtsangehörigen, die in Berlin stationiert waren, zu verteilen. Am 19. September 1944 verhaftet, wurde Rudolf Seiffert am 18. Dezember 944 vom Volksgerichtshof gemeinsam mit Josef Höhn und Egmont Schultz zum Tode verurteilt und am 29. Januar 1945 im Zuchthaus Brandenburg-Görden ermordet.