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Bezirksamt Lichtenberg
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Museum Lichtenberg 
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Ă–ffentliches Gedenken:

Rudolf-Grosse-StraĂźe

 

 

 

Geboren am 9. Juni 1905 in Berlin, wuchs er bereits mit neun Jahren als Halbwaise mit seinen zwei Geschwistern auf. Nach dem Besuch der Volksschule, erhielt er wegen guter Leistungen ein Stipendium was ihm ein Studium an der Gauß-Schule in Berlin aufzunehmen und sich zum Konstrukteur ausbilden zu lassen. Er arbeitete später als Schlosser und Techniker, organisierte sich in der Gewerkschaftsjugend und erlernte die englische und russische Sprache sowie Esperanto. Als Rudolf Grosse sowjetische Dienststellen darüber informierte, dass für die Sowjetunion bestimmte in Deutschland produzierte Maschinen fehlerhaft waren und Originalzeichnungen übermittelte, wurde er 1928 wegen "Landesverrats" zu 3 Jahren Zuchthaus verurteilt. Im Zuchthaus wurde er Mitglied der KPD geworden. Nach seiner Haftentlassung arbeitete er als Mitglied der KPD im Arbeitersportverein "Fichte" und gründete die "Wandergruppe 296" in Lichtenberg. Rudolf Grosse war mit Martha von Ceminski (14.7.1905 - 27.10.1978) verlobt, die bereits angemeldete Hochzeit fiel aus, da Rudolf Grosse verhaftet wurde. Seit 1934 lebten sie zusammen und arbeiteten illegal für den KPD-Unterbezirk Berlin-Lichtenberg. Ihre gemeinsame Wohnung in der Langestraße 110 in Berlin O 17 diente als illegale Poststelle der KPD für Berlin und Brandenburg. Bei dem Versuch am 30. April 1934 mit einem Ätzstempel die. Losung "Hitler bedeutet Krieg" an Fensterscheiben großer Geschäfte und in Haus- und Treppenfluren in Lichtenberg anzubringen, wurde er angeschossen, verhaftet und in das berüchtigte SA-Lokal Türrschmidtstraße verschleppt. Durch Misshandlungen erlitt er einen doppelten Schädelbruch und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Am 15. Oktober 1934 wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach der Haft nicht entlassen, sondern in das KZ Sachsenhausen verschleppt. Ende November 1942 in das KZ Flossenbürg überführt, wurde Rudolf Grosse anlässlich einer Sprengung im Steinbruch am 9. Dezember 1942 ermordet. Am 16. Dezember 1942 erhielt seine Lebensgefährtin Martha von Ceminski die Mitteilung, Rudolf Grosse sei am 9. Dezember verstorben.