Ausstellungen 2008
5. Dezember 2008 – 16. Januar 2009
Ausstellung "Diktat und Erfolg" Das Sportforum Hohenschönhausen 1954-1990
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19. September – 10. Oktober 2008
Fotoausstellung "Lichtenberg"
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8. September – 2. Oktober 2008
Wanderausstellung Museum "Mein Bild für Lichtenberg"
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8. August – 12. September 2008
"Fußball - Deutschland und seine Europameister"
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4. – 29. August 2008
Wanderausstellung Museum "Mein Bild für Lichtenberg"
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21. – 23. Juli 2008
Ausstellung Gregory Maass & Nayoungim - „OH Baby, I like it raw.”
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25. Mai – 20. Juni 2008
Ausstellung “Wohnungslose im Nationalsozialismus”
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13. April – 16. Mai 2008
Einweihung des Heinrich-Zille-Saales im Museum im Stadthaus,
Ausstellung “Heinrich Zille zum 150. Geburtstag. Milljöh-Studien und lebensvolle Motive aus Veröffentlichungen der damaligen Zeit.”
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1. April 2008
Stadtrecht für Lichtenberg 1908 - 2008
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1. – 26. April 2008
Wanderausstellung Museum "Mein Bild für Lichtenberg"
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3. - 29. März 2008
Wanderausstellung Museum "Mein Bild für Lichtenberg"
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27. Januar - 7. März 2008
Ausstellung "Judendeportationen" 1941-1945.
Eröffnung am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
(Holocaust-Gedenktag, 27. Januar)
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Freitag, 5. Dezember 2008 – Freitag, 16. Januar 2009
"Diktat und Erfolg"
Ausstellung über das Sportforum Hohenschönhausen 1954-1990
Eintritt frei
Ausstellungseröffnung: Freitag, 5. Dezember, 16 Uhr
Das Sportforum Berlin nimmt mit seinen verschiedenen sportlichen Anlagen und Einrichtungen, darunter der Olympiastützpunkt Berlin, ein Schul- und Leistungssportzentrum, das „Haus der Athleten“ mit Internat, das Institut für Sportwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin, Sport-Bundesstützpunkte und zahlreiche Sportvereine, ein größeres Areal im Bezirk Lichtenberg ein.
Talentierter Nachwuchs trainiert hier neben Weltklassesportlern, von denen viele herausragende und international anerkannte Erfolge errangen.
An der Aufarbeitung der komplexen Geschichte des Sportforums vor 1990 arbeiten das Museum Lichtenberg und der Schlossverein Hohenschönhausen. Die Markierung des Ortes nach Abschluss der Forschungen ist Bestandteil des bezirklichen Gedenktafelprogramms.
Eine erste Station der Geschichte des Sportforums, mit Einblicken in die Hintergründe seiner Entstehung und in die Funktion dieser Trainingsstätte zwischen 1954 und 1990, hat Hans-Michael Schulze auf zehn Bild-Texttafeln erschlossen, die nun in einer Museums-Ausstellung gezeigt werden. Das Projekt wurde mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur finanziert und von Förderband Kulturinitiative Berlin in Kooperation mit dem Museum Lichtenberg umgesetzt.
Das Sportforum Hohenschönhausen symbolisiert, wie kaum eine andere Sportstätte, ambivalente Aspekte der Sportpolitik der DDR. Der Sport war für die DDR-Führung auch ein wichtiges Mittel in der Systemauseinandersetzung. Gleichzeitig bildeten die sportlichen Erfolge der DDR-Sportler für die Bürgerinnen und Bürger der DDR Ansporn zur eigenen sportlichen Betätigung aber auch eine Möglichkeit zur Identifikation.
Die Geschichte dieses bedeutenden Ortes beginnt mit seiner Erschließung 1954, die bis in die 1980er Jahre andauerte. Seinerzeit gehörte das heute unter Denkmalschutz gestellte Gebäudeensemble zum Bezirk Weißensee, nachfolgend ab 1985 zum neu gegründeten Bezirk Hohenschönhausen, der 2001 mit dem Bezirk Lichtenberg fusionierte.
Mit allen erforderlichen Strukturen ausgestattet, durch die hohe Motivation der Leistungsträger aber auch der SED-Funktionäre, entstand im Laufe von drei Jahrzehnten ein anspruchsvolles und für die DDR wichtiges Leistungssportzentrum. Die 1956 bis 1958 errichtete Dynamo-Sporthalle im Eingangsbereich bildete einen Schwerpunkt. Sie war benannt nach der Sportorganisation, die die Trägerschaft für den Ausbau innehatte. In der Sportvereinigung Dynamo trainierten Mitarbeiter der DDR-Sicherheitsorgane (Stasi, Volkspolizei, Zoll). Daneben wurden Trainingskomplexe für Turnen, Boxen und Schwimmen, Eislaufflächen und ein großes Stadion für Leichtathletik und Fußball errichtet. Nicht wenige der hier trainierten DDR-Sportler bestimmten in ihren Sportarten die Weltspitze. Trainer und Sportmediziner setzten jedoch - geleitet vom Diktat zum Erfolg - bei der Nachwuchsförderung seit den 1970er Jahren auch leistungssteigernde Mittel ein und nahmen somit gesundheitsschädigende Folgen billigend in Kauf.
Begleitfilm zur Ausstellung: „Mut und Kraft“, Filmstudio des ehemaligen Ministerium des Innern der DDR, Rolf E. Rambow.
Dienstag jeweils 11 Uhr: 09.12. und 16.12. 2008, 06.01. und 13.01.2009
Freitag, 19. September – Freitag, 10. Oktober 2008
Fotoausstellung "Lichtenberg"
Ausstellungseröffnung: 19. September, 17 Uhr
Gemeinschaftsausstellung: Museum und BEST-Sabel Berufsfachschule für Design;Fotografien anlässlich des 100. Jubiläums der Stadtgründung Lichtenbergs.
Schülerinnen und Schüler der BEST-Sabel Berufsfachschule für Design, Klasse von Raimund Stöppler-Baalmann (DGPh), fotografierten unter der Leitung des Fachdozenten Peter Thieme im Bezirk Lichtenberg. Sie fotografierten Orte und Plätze, die auch für die Geschichte und die Gegenwart Berlins stehen. Entstanden ist ein eindrucksvolles Tablau von Bildern aus Lichtenberg, unverbraucht, neugierig, kritisch - Blicke von außen."
Montag, 8. September – Donnerstag, 2. Oktober 2008
Wanderausstellung Museum "Mein Bild für Lichtenberg"
in der Bodo-Uhse-Bibliothek Straße Am Tierpark.
Freitag, 8. August – Freitag, 12. September 2008
Fußball - Deutschland und seine Europameister
Ausstellungseröffnung 8. August, 16 Uhr
Das große emotionale Ereignis Fußball-Europameisterschaft 2008 ist nun schon wieder Geschichte. Seine Strahlkraft und die Begeisterungsfähigkeit eines breiten Publikums haben dazu bewegt, die großen Meisterschaften noch einmal in Lichtenberg - an einen Ort mit langer Sporttradition - lebendig werden zu lassen.
Die Ausstellung ist eine Kooperation zwischen dem Museum Lichtenberg mit Johann Schlüper, Kurator des "deutschen-fussballmuseums" in 41812 Erkelenz und dem Sportmuseum Berlin. Viele weitere Fußball begeisterte Sponsoren und Helfer haben durch ihren Einsatz diese Ausstellung erst ermöglicht.
Die Idee des Projektes ist die Präsentation, den deutschen Fußball (DDR und BRD) mit seinen internationalen Erfolgen zu erleben und darzustellen. Vermittelt wird die Geschichte der Europameisterschaften aus Sicht der deutschen Nationalelf bei den Endrundentournieren 1972-1976-1980-1992-1996-2008. Daneben wird ein Augenmerk auf die fünf Weltmeisterschaftstitel der Männer und Frauen gelenkt; mit einem Blick auf das unvergessene Duell der DDR und BRD bei WM 1974 in Hamburg.
Die Ausstellung ist als Forum in einem Nachbau eines Stadions eingebettet und vermittelt eine identische Fußball-Stimmung. Auf dem Kunstrasenspielfeld steht ein Kickerspiel, das von der Europawerkstatt Gremsdorf (Werkstatt für Menschen mit Behinderung) gefertigt wurde und zu aktivem Mitmachen einlädt.. Gezeigt werden exklusive Ausstellungsstücke und Exponate aus dem Archiv des "deutschen-fussballmuseums" in Erkelenz, die das Herz des Betrachters und Fußballfans höher schlagen lassen. Neben Trikots, Pokalen, Bällen, Programmen, Tickets etc. werden großformatige Bilddokumente präsentiert. Eine Film- und Videomontage rundet alles zu einem Ganzen.
Ein ganz besonderer Höhepunkt ist die Kopie des etwa 1.20 Meter hohen Wanderehrenpreises in der Gestalt der Viktoria, der dem Deutschen-Fußball-Bund für die Beteiligung Deutschlands an den Olympischen Spielen 1900 durch ein Komitee während der Weltausstellung in Paris überreicht wurde. Die Viktoria wurde danach ausschließlich an den Deutschen Fußballmeister des Deutschen Fußball-Bundes verliehen. Als im Februar 1945 Dresden zerbombt wurde, konnte sie durch einen Gärtner geborgen und versteckt werden. Später war sie eingelagert. 1984 verfügte das Staatsarchiv der DDR die Restaurierung der Trophäe, die dann bis zur politischen Wende im Amtszimmer des Präsidenten des Deutschen Fußball-Verbands in Ostberlin stand. Nach 1990 wurde sie als Geschenk der Stadt Berlin an den Deutschen Fußball-Bund nach Frankfurt/Main gebracht. Der Verlust schmerzte viele Berliner, so dass davon schließlich diese wertvolle Kopie gefertigt wurde.
Die Ausstellung soll für alle Menschen, besonders aber für Schulen, Vereine, Verbände und andere gesellschaftlichen Gruppen für pädagogische Aktivitäten zur Verfügung stehen. Die Besucher der Ausstellung haben die Chance, bei einem Gewinnspiel eine Original "VIP-Eintrittskarte" der Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz zu gewinnen.
Montag, 4. August – Freitag, 29. August 2008
Wanderausstellung Museum "Mein Bild für Lichtenberg"
in der Anton-Saefkow-Bibliothek am Anton-Saefkow-Platz.
Dienstag, 21. Juli – Mittwoch, 23. Juli 2008
Ausstellung Gregory Maass & Nayoungim - "OH Baby, I like it raw."
Ausstellungseröffnung: 21. Juli, 18 Uhr
In der Ausstellung werden Skulpturen und Installation gezeigt, die bei Kunst-Stoffe Berlin und unterstützt durch das Kunst- und Kulturamt Bezirksamt Lichtenberg in der Künstlerresidenz im Stadthaus Lichtenberg entstanden sind.
Thema ist der Mechanismus des Auto-Fokus, die ausstellenden Künstler sind zur Zeit an dem Prozess des Erkennens und Fokussierens interessiert. Hierbei wird die Unschärfe eines Bildes beseitigt. Die Wahrnehmung wird auf einen Punkt fokussiert und das Bild dadurch scharf und lesbar. Gregory Maass & Nayoungim gehen in ihrem Schaffen den gleichen Weg von Unschärfe zu Schärfe. Die Arbeiten konzentrieren sich auf das Zusammenspiel von Perspektive und Dimension. Es werden mehrere Elemente gezeigt, die eine Landschaft auf verschiedenen Ebenen der Wahrnehmung schaffen.
Gregory Maass und Nayoungim studierten in Paris an der Ecole des Beaux Arts. Seit 2005 kollaborieren sie in Projekten in Korea, Frankreich, Deutschland, Schottland u.a. Ihre letzte Ausstellung war in der Market Galerie in Glasgow / Schottland. In Berlin waren sie von Mai bis Juli im Artist-in-Residence Programm von Kunst-Stoffe (www.kunst-stoffe-berlin.de) zu Gast. Dort haben sie eine Ausstellung in der Galerie Shilla in Daego / Südkorea vorbereitet, die im Herbst zu sehen ist.
Sonntag, 25. Mai – Freitag, 20. Juni 2008
Ausstellung "Wohnungslose im Nationalsozialismus"
Ausstellungseröffnung 25. Mai, 11 Uhr
Von Bettlerrazzien zur Vernichtung. Sie waren sogenannte Asoziale: Wohnungslose, Wanderer, Alkoholkranke, aber auch Alleinerziehende mit Kindern von verschiedenen Vätern, unverheiratete Frauen, Psychiatrie-betroffene oder einfach solche, die nicht immer pünktlich auf der Arbeit erschienen. Zwischen 1933 und 1945 gab es verschiedene Aktionen der Nazis und ihrer Helfer gegen solche Menschen, z.B. bei der Verfolgung wegen der Gesinnung bei der Erzwingung des Arbeitskrafteinsatzes von Bettlern und Tippelbrüdern, mit der gezielten Kenntlichmachung durch die Fürsorgeämter, Wohlfahrtsverbände und Einrichtungen mit der Aktion „Arbeitsscheu Reich“ 1938, durch die Einweisung in Heil- und Pflegestätten im Sommer 1942.
Eine Ausstellung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V.
Programme unter der Rubrik Filme und unter http://marginalisierte.de
Sonntag, 13. April 2008, 11 Uhr
Einweihung des Heinrich-Zille-Saales im Museum im Stadthaus
aus Anlass des 150. Geburtstages von Heinrich Zilles
Sonntag, 13. April – Freitag, 16. Mai 2008
Ausstellung "Heinrich Zille zum 150. Geburtstag. Milljöh-Studien und lebensvolle Motive aus Veröffentlichungen der damaligen Zeit."
Auswahl und Gestaltung: Jürgen Kaulfuß
Ausstellungseröffnung 13.4., 11 Uhr: mit Hoffest, Laierkasten-Kultur und Kiezführung.
Laudatio: Matthias Flügge.
Indem „Pinselheinrich“, wie man Heinrich Zille nachrief, mit dem Zeichenstift die „Kinder der Straße“ beobachtete – den so genannten „fünften Stand“, der abseits aller großstädtischen Pracht zu überleben versuchte - lenkte er öffentliche Aufmerksamkeit auf eine Welt, die unter dem Kürzel „Milljöh“ bekannt wurde. Heinrich Zille bezog seine Popularität bereits zu Lebzeiten nicht zuletzt aus seiner Art von Weltbetrachtung. Hauptsächlich in den „Lustigen Blättern“ veröffentlicht, ließen seine Arbeiten den „Berliner Witz“ in Form von Selbstbehauptung trefflich zu tage treten. Ihn jedoch deshalb einen „Witzzeichner“ zu nennen, hieße sein Lebenswerk misszuverstehen. In diesem Zusammenhang stellte vor fast 60 Jahren, der Kunst- und Architekturkritiker Adolf Behne fest, dass der „wahre Heinrich Zille erst noch entdeckt werden (wird)“ und veröffentlichte als Beweis Studien, die der großen Öffentlichkeit bisher verborgen geblieben waren. Diese Studien und Skizzen, die Heinrich Zille als Vorarbeiten für seine ausgeführten Zeichnungen nutzte zeigen, wie sicher er mit seinen Strichen das Charakteristische einer Person oder einer Situation festzuhalten vermochte.
Anlässlich dieses Jubiläums zeigt das Museum Lichtenberg im Stadthaus, ca. 70 Reproduktionen, unter denen sich eine Anzahl jener Studien befindet, auf die A. Behne aufmerksam gemacht hat.Sie werden ergänzt durch eine Auswahl Arbeiten zum Motivkreis „Mütter und Kinder“, die aus Büchern stammen, die Heinrich Zille in den 20-iger Jahren in den „Berliner Geschichten und Bildern“ zusammen fasste und im Carl Reissner Verlag, Dresden publizierte.
Indem die Größenverhältnisse bei der Reproduktion ca. im A4-Format einander angeglichen wurden,haben die Besucher die Möglichkeit Unbekanntes zu entdecken und Einzelheiten besser wahrzunehmen – kurzum: Heinrich Zilles künstlerische Handschrift sozusagen unter der „Lupe“ zu betrachten.
Anmerkung: In der unmittelbaren Nähe des Museums, dass sich in der so genannten Victoriastadt befindet, lebte H.Z. von 1878 bis 1892 mit seiner Familie, ehe er sich in Charlottenburg niederließ, um näher an seinem Arbeitsort, den Werkstätten der„Photographischen Gesellschaft“ zu sein.
Jürgen Kaulfuß
Dienstag, 1. April 2008
Stadtrecht für Lichtenberg 1908 - 2008
2008 jährt sich zum 100. Mal das Stadtrecht von Lichtenberg. Zum 1. April 1908 bildete die Berliner Vorortgemeinde Lichtenberg einen eigenen Stadtkreis. Öffentlich verkündet wurde die Erteilung des Stadtrechts bereits am 4. November 2007 im Deutschen Reichs- und Königlich Preußischen Staatsanzeiger Nr. 263. Zunächst musste eine Stadtverwaltung geschaffen werden. Zwischen dem 16.-18. Dezember 1907 wurde die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Damals noch nach dem Dreiklassenwahlrecht. Ihre erste Sitzung fand am 20. Januar 1908 im Rathaus statt. Die Wahl des Lichtenberger Magistrats folgte am 30. Januar, u.a. mit der Wahl Oskar Ziethens zum Bürgermeister. Am 21. März nahm Regierungspräsident v. d. Schulenburg die Amtseinführung Ziethens vor. Nach nur 12 Jahre währenden Stadtwesens ging Lichtenberg 1920 schließlich als Bezirk in Berlin auf.
Preisverleihung Wettbewerb "Die Suche nach der geographischen Mitte Lichtenbergs"
Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100. Jubiläum der Stadtgründung Lichtenbergs findet die Preisverleihung des Wettbewerbes im Rathaus Lichtenberg durch Bezirksbürgermeisterin, Frau Christina Emmrich, statt.
Fotoausstellung "Lichtenberg"
der BEST-Sabel Berufsfachschule für Design/ Museum Lichtenberg.
Ausstellung: 1. - 11. April im Rathaus Lichtenberg anlässlich des 100. Jubiläums der Stadtgründung Lichtenbergs.
Exponate und Dokumente aus dem Museum zur Stadtgründung Lichtenbergs
Ausstellung in Vitrinen 1.- 11. April im Rathaus Lichtenberg.
Dienstag, 1. April – Sonnabend, 26. April 2008
Wanderausstellung Museum "Mein Bild für Lichtenberg"
in der Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek Frankfurter Allee.
Montag, 3. März - Sonnabend, 29. März 2008
Wanderausstellung Museum "Mein Bild für Lichtenberg"
in der Anna-Seghers-Bibliothek im Linden-Center
Sonntag, 27. Januar 2008
Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
(Holocaust-Gedenktag)
Lichtaktion "Gedenken und Mahnung" Beginn 16 Uhr
Mit einer aufwendigen Lichtaktion erinnert das Museum Lichtenberg am 27. Januar 2008 um 16 Uhr an über 300 jüdische Menschen aus Lichtenberg, die dem Holocaust zum Opfer gefallen sind. Ihre Namen werden bis morgens 8 Uhr weithin sichtbar für Jedermann auf die Giebelwand des Stadthauses projiziert. Mit dem 16-stündigen Programm setzt der Bezirk Lichtenberg ein öffentliches Zeichen, das sich gegen das Vergessen richtet und besonders von jüngeren Menschen als Aufruf zur Wachsamkeit wahrgenommen werden soll.
Redaktion | Produktion: Peter Badel, Holger Herschel, Christine Steer, Peter Thieme und b.MEDIA GmbH.
Sonntag, 27. Januar - Freitag, 7. März 2008
Ausstellung "Judendeportationen" 1941-1945 - Erinnern für die Zukunft
Eröffnung 15 Uhr
"Judendeportationen" 1941-1945
Mindestens 6 Millionen jüdische Menschen in Europa wurden Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns. Die staatliche Eisenbahn war eine von vielen Verwaltungen, welche die antisemitische Politik des nationalsozialistischen Deutschlands umsetzte. Die von Alfred Gottwaldt erarbeitete Ausstellung des Deutschen Technikmuseums veranschaulicht die Rolle der Deutschen Reichsbahn bei der Deportation von etwa 50 000 jüdischen Bürgern aus Berlin und Umgebung in den sicheren Tod in die Vernichtungslager und Ghettos von Oktober 1941 bis Anfang 1945. Nur wenige haben überlebt. Dokumentiert sind 180 „Judentransporte” und einzelne Deportationsziele. Die qualvoll eng gefüllten, verplombten und vergitterten Waggons gingen von der Vorortstation Grunewald und dem Güterbahnhof Moabit ab. Dort sind heute Mahnmale errichtet. Die Mehrzahl der Transporte nach Theresienstadt wurde am Anhalter Personenbahnhof abgefertigt.
Das Unfassbare der nationalsozialistischen Verbrechen wird am Beispiel von 12 Einzelschicksalen geschildert. Sie nehmen in der Ausstellung einen zentralen Platz ein. Bürger wurden “als Juden” gebrandmarkt aus ihrem Leben und ihren Familien herausgerissen, deportiert und ermordet. Einer von ihnen war Gerd Rosenthal, deportiert mit dem “21.Transport nach Riga” am 19. Oktober 1942. Sein älterer Bruder Hans Rosenthal überlebte in einem Versteck in Lichtenberg. Gertrud Käte Chodziesner, als Dichterin unter dem Namen Gertrud Kolmar bekannt, musste bei Epeco in der Herzbergstraße Zwangsarbeit verrichten. Nach der so genannten Fabrikaktion wurde sie am 2. März 1943 mit dem “32. Osttransport” nach Auschwitz eingeliefert. Auch sie hat das Konzentrationslager nicht überlebt.
Erinnern für die Zukunft
In einer vom Museum Lichtenberg konzipierten weiteren Austellungseinheit wird die jüdische Bevölkerung Lichtenbergs (in den heutigen Bezirksgrenzen) ins Gedächtnis gerufen, die den Holcaust nicht überlebte. Lichtenberg zählte nicht zu den Ballungsgebieten jüdischen Lebens, aber auch hier waren jüdische Nachbarn geachtete Bürger, die sich am Aufbau der Kommune beteiligten und den wirtschaftlichen Aufschwung förderten. Das änderte sich schlagartig 1933 mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten. Über die Bekämpfung und Ausschaltung politischer Gegner hinaus richtete sich der Terror des NS-Staates vor allem auf die Isolierung, Vertreibung und Vernichtung der jüdischen Bevölkerung, den „rassenpolitischen Hauptfeind".
Die Zahl der ermordeten Lichtenberger Juden lässt sich heute nicht mehr genau bestimmen, doch konnten anhand von Quellen und Gedenkbüchern über 300 Namen ermittelt werden. Hinter jedem Schicksal steht eine menschliche Tragödie. Die nüchternen Aufzählungen in den Listen der Transporte verzeichnen eine Reihe von Familien mit Kindern und Hochbetagten aus Lichtenberg. Anfangs wurden sie 1941 mit einem der 60 Massentransporte in die Ghettos von Litzmannstadt (Lódz), Kowno (Kaunas), Riga, Warschau, Minsk, nach Maly Trostinec bei Minsk, Reval im Baltikum und verschiedene Orte im Distrikt Lublin verschleppt. Seit Ende 1942 war zunehmend Auschwitz-Birkenau das Ziel der Todeszüge. Über 65 Jahre alte Menschen aus Berlin wurden ab Juni 1942 in 120 Transporten zunächst in das so genannte Altersghetto Theresienstadt deportiert. Hier überlebten sie die elenden Verhältnisse nicht oder sie wurden weiter in die Vernichtungsstätten im Osten transportiert.
Die Ausstellung wendet sich an alle Generationen. Sie soll das Wissen über die nationalsozialistische Gewaltherrschaft und ihre einzigartigen Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung und an anderen ethnischen Minderheiten wach halten und sie appelliert gegen Gleichgültigkeit und gegen die Verdrängung des furchtbaren Geschehens. Die Erinnerung an die Opfer darf nicht enden. Das Museum Lichtenberg hat sich die Aufgabe gestellt, alljährlich zum Tag des Gedenkens am 27. Januar die Dokumentation der Opfergruppe jüdischer Menschen aus dem Bezirk fortzusetzen.







