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Bezirksamt Lichtenberg
von Berlin
Museum Lichtenberg 
im Stadthaus
TĂĽrrschmidtstr. 24
10317 Berlin

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Museumspädagogische Angebote für Schüler, Schulklassen, Auszubildende und interessierte Jugendliche 2008

I. Bildungsangebote Geschichte – Gedenken - Erinnerung

Ab der 6. Klassenstufe
Geeignet als Ergänzung im Deutsch- und Geschichtsunterricht.
Anmeldungen im Museum unter Tel.: 577 97 388 – 12

Projekt: Stolpersteine
Mit den "Stolpersteinen" wird vorrangig an die jĂĽdischen Opfer im Nationalsozialismus erinnert. Es sind kleine Gedenksteine mit den Namen und Lebensdaten von Menschen, die dem NS-Regime zum Opfer fielen. Stolpersteine werden vor den ehemaligen Wohnorten der Verfolgten in den BĂĽrgersteig eingelassen. Jeder Stein verweist auf ein Einzelschicksal und ist ein Ort der Erinnerung.

Lerninhalte/ Lernziele: Wichtige Wissensgebiete der Geschichte des Bezirkes Lichtenberg aufarbeiten und den Umgang mit der Erinnerungskultur am Beispiel der "Stolpersteine" fördern. Forschungsprojekte erarbeiten; Vermittlung von Biographien und sichten von Quellen; erläuternde Rundgänge zu den Gedenkorten; Teilnahme an Einweihungsveranstaltungen von Gedenksteinen.

 

II. Bildungsangebot Archiv - Recherche

Ab der 6. Klassenstufe
Geeignet als Ergänzung im Deutsch- und Geschichtsunterricht.
Anmeldungen im Museum unter Tel.: 577 97 388 – 12 – 18

Projekt: Schlau ist, wer weiĂź, wo er findet, was er nicht weiĂź!
Damit Schülerinnen und Schüler lernen, Quellen zu Erschließen und zu Nutzen, bieten wir kleine Kurse zum Umgang mit Archivmaterial an. Vermittelt wird, wie man eine Recherche durchführt und sich damit auf ein Unterrichtsthema, eine Klassenarbeit vorbereitet oder ein Projekt in kleiner Gruppe erarbeitet. Die Themen werden an Beispielen erklärt. Nach Absprache können auch spezielle Themenwünsche berücksichtigt werden.

Lerninhalte/ Lernziele: Was ist ein Archiv? Wo ist der Unterschied zu einer Bibliothek? Für welche Art der Recherche nutzt man welche Einrichtung? Wie geht man mit dem Buch, dem Dokument, dem Foto um? Welche Such- und Hilfsmittel gibt es? Wie wählt man die Ergebnisse aus und hält sie fest? Warum muss auf die Quellen verwiesen werden?
Was ist bei der nachfolgenden Nutzung des Materials zu beachten?

 

III. Bildungsangebote Geschichte – Architektur – Kunst

Ab der 6. Klassenstufe
Rundgänge und Führungen mit Dipl. Ing. Architekt Georg Harbrecht.
Geeignet als Ergänzung im Deutsch-, Geographie-, Geschichts- und Kunstunterricht.
Anmeldungen im Museum unter Tel.: 577 97 388 – 12 
oder Georg Harbrecht unter Tel.: 615 84 76

 

Projekt: Heinrich Zille in Lichtenberg
Ab 6. Klassenstufe 6; Dauer: ca. 1,5 Std.
Der Humorist, Fotograf, Karikaturist und Milieumaler Heinrich Zille lebte in jungen Jahren an mehreren Orten rund um den Nöldnerplatz in Lichtenberg. Der Rundgang führt zu verschiedenen Wohnorten H. Zilles zwischen 1873 und 1892. Die Teilnehmer erfahren biografisches zum Leben und Werk von Heinrich Zille, der 1858 in Radeberg bei Dresden geboren ist und 1867 mit seinen Eltern nach Berlin umsiedelt. Nach entbehrungsreichen Schul- und Ausbildungsjahren gründet er in Rummelsburg eine Familie, aus der eine Tochter und zwei Söhne hervorgehen. Den Zenit der öffentlichen Würdigung erfährt er 1924 mit der Aufnahme in die Preußische Akademie der Künste. Noch zu Lebzeiten erfährt Zille die Ehrung seines Werkes in einer Ausstellung 1928 zu seinem siebzigsten Geburtstag. Der Rundgang gibt Einblicke in die rasante städtebauliche Entwicklung des Gebietes. Als H. Zille 1873 mit seinen Eltern in die Fischerstraße zieht, war das Gebiet um den Nöldnerplatz unbebaute Landschaft, in die zuerst die Victoriastadt gebaut wird und die seit der Vereinigung der Gemeinden Rummelsburg und Boxhagen zum Zentrum der Einheitsgemeinde wurde. An den verschiedenen Wohnorten können Erfahrungen gesammelt werden über Einflüsse, Bezugspunkte, Geräusche und Farben, die Orte prägen und ihren Charakter bestimmen.

Lerninhalte/ Lernziele: Leben und Werk Heinrich Zilles in Ausschnitten und die soziale Lage der unteren Schichten im Berlin an der Wende zum 20.Jh. kennen lernen.
Üben der Beschreibung und Wahrnehmung von Orten unterschiedlichen Charakters; Sensibilisierung der Wahrnehmung für städtische Räume und ihre Besonderheiten;
Rummelsburg zwischen 1870 und 1890, städtebauliche Entwicklung.

 

Projekt: Die Max-Taut-Schule
Ab Klassenstufen 9-12; Dauer: ca. 1,5 Std.

Errichtet wurde die Max-Taut-Schule als eine drei Schulen umfassende Anlage zwischen 1929 und 1935. Sie gilt als typisches Beispiel des "Neuen Bauens" und steht heute unter Denkmalschutz. Was das "Neue Bauen" ausmacht, lernen die Teilnehmer an Materialien, Formen und Farben kennen und wie aus deren geglücktem Zusammenspiel Architektur wird. An Beispielen wird der Umgang mit denkmalgeschützten Bauten gezeigt und deren Nutzungsanpassung an veränderte Anforderungen. Die denkmalgeschützte Aula ist in über 2-jähriger Bautätigkeit wiederhergestellt und als moderner Multifunktionsraum gestaltet worden.

Der Architekt Max Taut geht 1927 als Sieger aus dem Wettbewerb für die Schule in Lichtenberg hervor. Er gehört einer Generation von bekannten Architekten des modernen Bauens an, deren ersten Werke im Kaiserreich entstanden, die in der Weimarer Republik ihren Aufstieg finden und dann aber in der Zeit des Nationalsozialismus auftragslos bleiben. Das Werk von Max Taut reicht nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1960er Jahre weit über Berlin hinaus.

Lerninhalte/ Lernziele: Materialien und Formen der Modernen Architektur zwischen den Weltkriegen; Geschichte der Max-Taut-Schule; Üben der Wahrnehmung von Gebäuden und deren Beschreibung; Kennen lernen von Elementen der Modernen Architektur, Leben und Werk des Architekten Max Taut. Denkmalschutz und Nutzungsanpassung.

 

Projekt: Modernes Bauen in Lichtenberg zwischen den Weltkriegen
Ab Klassenstufen 9-12; Dauer: ca. 1,5 Std.

Zwischen den beiden Weltkriegen wird am Nöldnerplatz nicht nur die heutige Max-Taut-Schule errichtet sondern auch östlich des Platzes entstehen bis nach Friedrichsfelde hinein zahlreiche neue Wohngebäude und Wohnanlagen. Neue städtebauliche Konzeptionen und die Formensprache des modernen Bauens prägen diese Bauten. Der Rundgang führt zu zwei Wohnanlagen, die in der Zeit zwischen 1925 bis 1931 errichtet wurden, darunter der denkmalgeschützte "Sonnenhof" des Architekten Erwin Gutkind und die Max-Taut-Schule mit ihrer im vergangenen Jahr wiederhergestellten Aula. An den Gebäuden werden die Ideen vom modernen Wohnen und die Gestaltungselemente des modernen Bauens anschaulich erläutert.

Lerninhalte/ Lernziele: wie oben

 

Projekt: Die Victoriastadt
Ab Klassenstufen 9-12; Dauer: ca. 1,5 Std.

Die Victoriastadt ist ein Stadtteil, der 1871 entstand und bis zum Ersten Weltkrieg in seiner baulichen Entwicklung abgeschlossen war. Gebaut wurden Schlackebetonhäuser, repräsentative Wohnhäuser, eine Kirche und das Rathaus der 1889 gegründeten Gemeinde Boxhagen-Rummelsburg, das heutige Museum im Stadthaus. Ein die Miethäuser überragender Turm zeugt von einer ehemaligen Schrotkugelfabrik, ein Graben, hinter Häusern versteckt, von der Grenze zu Lichtenberg. Interessantes bieten auch die Wohnadressen von Heinrich Zille, dem legendären Künstler des "Milljöhs" von Berlin, der hier zwei Jahrzehnte lebte. 

Lerninhalte/ Lernziele: wie oben

 

Projekt: Die Wasserstadt an der Rummelsburger Bucht
Ab Klassenstufen 9-12; Dauer: ca. 1,5 Std.

Das Neubaugebiet entlang der Rummelsburger Bucht ist seit wenigen Jahren von unterschiedlichen Wohnformen und Haustypen geprägt. Hier wurden historische Bauten neu belebt und in eine sehenswerte Wohnlandschaft eingebettet, landschaftsnahe Uferwege angelegt und auf dem Wasser der Bucht schwanken "schwimmende Häuser". Zwischen Anglern und Reihern finden wir wie einst Heinrich Zille Spuren von der über 150 Jahre alten Geschichte von Rummelsburg.

Lerninhalte/ Lernziele: wie oben

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