Dauerausstellung
In den Zeiten.
700 Jahre Stadtgeschichte Lichtenberg
Öffnungszeiten: Di - Fr, So. 11 - 18 Uhr
Quer durch die Jahrhunderte zieht sich die Ausstellung über Lichtenberg in seinen frühgeschichtlichen, ländlichen und städtischen Perioden. Ihre Grundpfeiler bilden die einzelnen Ortsteile mit herausragenden Beispielen des Wohnungsbaus und mit Bauwerken und Industriezeugnissen älteren und jüngeren Datums. An vielen Stellen veranschaulichen Modelle, Objekte und Dokumente die reich bebilderten Themenbereiche. In einer früheren Remise sind Gegenstände der bäuerlichen Alltagskultur aus den vormaligen Dörfern zu sehen. Mit Bildung der neuen Stadtgemeinde Berlin 1920 beginnen die Einblicke in die Geschichte des Bezirkes, dem die Stadt Lichtenberg seinen Namen gab. Für das 20. Jahrhundert markieren die gegensätzlichen Systeme des Nationalsozialismus und der DDR die inhaltlichen Schwerpunkte. Ihr Aufstieg, Verlauf und Niedergang lassen sich in Lichtenberg am Beispiel vieler historischer Hinterlassenschaften und Geschehnisse dokumentieren, u.a. dem Ende der Novemberrevolution 1919 an der Lichtenberger Frankfurter Allee, der Zerstörung des Revolutionsmonuments von Ludwig Mies van der Rohe durch die Nazis auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde 1935, dem 1945 in Karlshorst besiegelten Ende des Zweiten Weltkrieges und der Auflösung des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR 1990. Zahlreiche weitere Zeugnisse belegen, dass in Lichteberg weit über die Bezirksgrenzen hinaus Geschichte geschrieben wurde.
aktuelle/folgende Ausstellungen:
Freitag, 27. Januar – Freitag, 27. April 2012
Eröffnung: 27.1.12, 17 Uhr
Einladungskarte
"Rosas Herbarium"
von Barbara Willems
Rosa Luxemburg bewirtschaftete während ihres Gefängnisaufenthaltes in Wronke zwischen Oktober 1916 und Juli 1917 den dortigen Garten. Ausgangspunkt für Barbara Willems waren die Briefe Rosa Luxemburgs, denen sie entnehmen konnte, dass sie dabei ein Herbarium führte. 2009 wurden in einem staatlichen Archiv in Warschau ihre verschollenen botanischen Hefte wieder gefunden. Das Herbarium zeigt 370 unterschiedliche Pflanzen; die Hefte beginnen im Mai 1913 und schließen am 10. Oktober 1918, drei Monate vor der Ermordung Rosa Luxemburgs.
Die Ausstellung dekonstruiert ein komplexes ästhetisches Dokument: Die botanischen Hefte Rosa Luxemburgs konservieren die Gestalt der jeweiligen Pflanzen und als authentisches biografisches Zeugnis manifestieren sie zugleich eine zweckfreie Auseinandersetzung mit der Natur. Unter dieser Voraussetzung befassen sich die zeichnerischen Recherchen von Barbara Willems mit ausgewählten Blättern des Herbariums. Sie thematisieren das leidenschaftliche Interesse Rosa Luxemburgs an der Naturbeobachtung und die damit verbundene exemplarische Freiheitserfahrung.







