Person des Monats MĂ€rz

Georg Lehnig

*15.3.1907; †28.3.1945

Geboren wurde Georg Lehnig am 15. MĂ€rz 1907 in Berlin. Von Beruf war er Tischler und Mechaniker. 1923 trat er in die Kommunistische Jugend Deutschlands (KJD) und 1927 in die KPD ein. Nach neunmonatigem Aufenthalt in der Sowjetunion arbeitete er als Kurier des ZK der KPD in Ostpreußen und Litauen. Dort wurde er 1933 verhaftet und kam in ein KZ, doch musste er 1935 aus Mangel an Beweisen entlassen werden.

ZurĂŒckgekehrt in Berlin setze Georg Lehnig seine antifaschistische TĂ€tigkeit fort. Er stellte FlugblĂ€tter her, die sich gegen den faschistischen Krieg und fĂŒr ein demokratisches Deutschland einsetzten. Lehnig gehörte einer illegalen Betriebsgruppe bei Rheinmetall-Borsig in Tegel an, die Kontakte zur Robert-Uhrig-Gruppe unterhielt. In seiner Wohnung in der Wönnichstraße ermöglichte er Zwangsarbeitern das Hören von auslĂ€ndischen Sendern. Dort versteckte er auch den von der Gestapo gesuchten KPD-FunktionĂ€r und in der Gruppe um Robert Uhrig leitend tĂ€tigen Paul Hinze. Beide wurden im April 1944 verhaftet. Der Volksgerichtshof verurteilte Georg Lehnig am 11. Januar 1945 zum Tode. Das Urteil wurde am 28. MĂ€rz 1945 im Zuchthaus Brandenburg-Görden vollstreckt. Seine letzte RuhestĂ€tte fand er auf dem Zentralfriedhof in Berlin-Friedrichsfelde.

Verheiratet war Georg Lehnig mit ClĂ€re Lehnig (1904–1991), die ihn bei seiner illegalen Arbeit unterstĂŒtzte.

Die ehemalige Stichstraße 3, zwischen Karl-Lade-Straße und Storkower Straße gelegen, erhielt 1962 seinen Namen.