Museumspädagogische Angebote für Schüler, Schulklassen, Auszubildende und interessierte Jugendliche 2011
Ständige Angebote
- Archiv-Recherche ab der 6. Klassenstufe
Geeignet als Ergänzung im Deutsch- und Geschichtsunterricht - Führungen speziell für Schüler – und Jugendgruppen durch die
Dauerausstellung.
Einzelprojekte
Arbeitshaus und DDR-Haftanstalt Rummelsburg
Im Rahmen der Ausstellung "Eingeliefert nach Rummelsburg" können im Museum Gruppen angemeldet werden unter 57797388 – 12 /14/18 o. museum-lichtenberg@gmx.de. Die Teilnahme ist Eintrittsfrei.
- Führungen durch die Ausstellungen
- Führungen am Ort des historischen Areals an der Rummelsburg Bucht
- Zeitzeugengespräche mit ehm. politischen Häftlingen
- Filmvorführung "Arbeitsscheu-abnormal-asozial". Zur Geschichte der Berliner Arbeitshäuser. Ein Dokumentarfilm von Andrea Behrendt und Kirsten Bilz
- Zu den Themen: Die Geschichte des Arbeitshauses, Das Arbeitshaus in der NS-Zeit und "Asoziale" in der NS-Zeit können sich Schülergruppen für einen Geländerundgang, Führung durch die Ausstellung, Powerpoint-Präsentation im Unterricht/Workshop anmelden. Referent: Thomas Irmer. Termine sind nur freitags möglich.
Information zur Ausstellung:
Ohne Verklärung rekonstruiert erstmalig eine Ausstellung die Hintergründe und Funktionsweise einer der belangreichsten geschichtspolitischen Orte in Berlin über drei politische Systeme hinweg. Die Bezüge beginnen 1879 mit dem städtischen Arbeitshaus, dessen Nutzung sich nach 1933 im Sinne der NS-Rassenpolitik radikal änderte, und schließen mit der von 1951 bis 1990 betriebenen Strafvollzugsanstalt Rummelsburg. Zehntausende Menschen haben an diesen Stätten gelitten und ihre Menschenrechte und Lebenschancen eingebüßt.
Unter Hervorhebung der jüngeren Geschichte können sich die Besucher besonders über die bedrückenden Zustände in dem DDR-Gefängnis informieren. Hier saßen Deutsche aus Ost und West ein. Doch nicht jeder war ein Straftäter. Der Name Rummelsburg steht vor allem für politische Haft. Eine 3D-Präsentation zeigt die Gefängnisanlage, heute ein komfortabel umgestaltetes Wohnquartier.
Ausstellungsdauer: 7. Januar – 30. Juni 2011
(wegen der großen Nachfrage wird die Ausstellung voraussichtlich um vier Wochen verlängert)
"Geschichte und Geschichten – Unterwegs in Berlin"
Ein Projekt von Courage gegen Fremdenhass e. V. mit Klasse 8 der George-Orwell-Oberschule Lichtenberg in Kooperation mit dem Museum Lichtenberg.
Projekttag 1. April 2011, 10–13 Uhr
Im Museum Lichtenberg erhalten die Teilnehmer/innen einen kurzen Einblick in die Geschichte und die Besonderheiten ihres Bezirks und lernen das vorhandene Informationsangebot kennen. So werden die Jugendlichen für die Besonderheiten ihres Lebensumfeldes sensibilisiert und auf das Projekt eingestimmt. Schon festgelegte Themen können bereits anrecherchiert werden, neue Themen diskutiert und vorbereitet werden.
Projekttage am 5. und 6. April, zwischen 10–13 Uhr.
Es stehen ein Zeitzeugengespräch und eine Führung des Museums zum Thema "Das Arbeitshaus bzw. DDR-Gefängnis in Rummelsburg" im Mittelpunk.
Die Ergebnisse sollen multimedial (Videos, Fotos, Texte, ...) verarbeitet und öffentlich präsentiert werden.
Museumspädagogische Angebote für Schüler, Schulklassen, Auszubildende und interessierte Jugendliche 2010
Ständige Angebote
- Archiv-Recherche ab der 6. Klassenstufe
Geeignet als Ergänzung im Deutsch- und Geschichtsunterricht - Führungen speziell für Schüler – und Jugendgruppen durch die
Dauerausstellung.
Einzelprojekte
14. Januar
Im der Zeitzeugengesprächsreihe des Museums "Der Berg der Erinnerung" fand in der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule für Schülerinnen und Schüler aus Lichtenberger Schulen eine Veranstaltung mit Aktivisten der Bürgerrechtsbewegung und der Runden Tische 1989/90 aus Lichtenberg und Hohenschönhausen statt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Thomas Krüger, dem Präsidenten der Bundeszentrale für Politische Bildung, der damals an den Runden Tischen in Karlshorst aktiv war. Die gut besuchte Veranstaltung wurde vom Museum auf Video aufgezeichnet.
März – Juni
Schulprojekt: "Kids erkunden ihren Kiez"
ein Studienprojekt von drei Studenten der Alice-Salomon-Hochschule in Kooperation mit dem Museum.
Klasse 5 der Schule an der Victoriastadt unternahm für eine Kiezerkundung eine Schatzsuche durch das Quartier. Dafür bekamen sie Stadtpläne und Hinweisrätsel. Mit dieser Wanderung erweiterten die Schüler ihren Aktionsradius über ihr gewöhnliches Umfeld hinaus. Die Stationen, die sie entdeckten, fotografierten sie. Die Arbeiten wurden vom 5.– 30. Juni 2010 im Museum präsentiert.
11. September
Am Tag des offenen Denkmals führte das Museum in Kooperation mit Gangway e.V. ein museums-pädagogisches Jugendprojekt durch. Jugendliche wurden dafür im Vorfeld unterhaltsam an die Geschichte Lichtenbergs herangeführt und für einen Stadtspaziergang qualifiziert. Unter dem Thema "Jugend klärt auf über Denkmale und andere Sehenswürdigkeiten" fand die Führung unter großer Besucherteilnahme statt.
Museumspädagogische Angebote für Schüler, Schulklassen, Auszubildende und interessierte Jugendliche 2009
Ständige Angebote
- Archiv-Recherche ab der 6. Klassenstufe
Geeignet als Ergänzung im Deutsch- und Geschichtsunterricht - Führungen speziell für Schüler – und Jugendgruppen durch die
Dauerausstellung.
Einzelprojekte
Museums-pädagogisches Schülerprojekt "Das Ministerium für Staatssicherheit in der Normannenstraße"
Schülerinnen und Schüler des Immanuel-Kant-Gymnasiums erarbeiteten 2009 über mehrere Monate aus Recycling-Materialien aus ihrer kritischen Sicht Modelle zum Thema, Beschreibungen und Skizzen. Dabei lernten die Schüler den Ort und die Geschichte des ehemaligen Überwachungsapparates kennen.
Die Ergebnisse wurden vom 16.09. – 23. 09. 2009 im Museum ausgestellt.
Museumspädagogische Angebote für Schüler, Schulklassen, Auszubildende und interessierte Jugendliche 2008
I. Bildungsangebote Geschichte – Gedenken - Erinnerung
Ab der 6. Klassenstufe
Geeignet als Ergänzung im Deutsch- und Geschichtsunterricht.
Anmeldungen im Museum unter Tel.: 577 97 388 – 12
Projekt: Stolpersteine
Mit den "Stolpersteinen" wird vorrangig an die jüdischen Opfer im Nationalsozialismus erinnert. Es sind kleine Gedenksteine mit den Namen und Lebensdaten von Menschen, die dem NS-Regime zum Opfer fielen. Stolpersteine werden vor den ehemaligen Wohnorten der Verfolgten in den Bürgersteig eingelassen. Jeder Stein verweist auf ein Einzelschicksal und ist ein Ort der Erinnerung.
Lerninhalte/ Lernziele: Wichtige Wissensgebiete der Geschichte des Bezirkes Lichtenberg aufarbeiten und den Umgang mit der Erinnerungskultur am Beispiel der "Stolpersteine" fördern. Forschungsprojekte erarbeiten; Vermittlung von Biographien und sichten von Quellen; erläuternde Rundgänge zu den Gedenkorten; Teilnahme an Einweihungsveranstaltungen von Gedenksteinen.
II. Bildungsangebot Archiv - Recherche
Ab der 6. Klassenstufe
Geeignet als Ergänzung im Deutsch- und Geschichtsunterricht.
Anmeldungen im Museum unter Tel.: 577 97 388 – 12 – 18
Projekt: Schlau ist, wer weiß, wo er findet, was er nicht weiß!
Damit Schülerinnen und Schüler lernen, Quellen zu Erschließen und zu Nutzen, bieten wir kleine Kurse zum Umgang mit Archivmaterial an. Vermittelt wird, wie man eine Recherche durchführt und sich damit auf ein Unterrichtsthema, eine Klassenarbeit vorbereitet oder ein Projekt in kleiner Gruppe erarbeitet. Die Themen werden an Beispielen erklärt. Nach Absprache können auch spezielle Themenwünsche berücksichtigt werden.
Lerninhalte/ Lernziele: Was ist ein Archiv? Wo ist der Unterschied zu einer Bibliothek? Für welche Art der Recherche nutzt man welche Einrichtung? Wie geht man mit dem Buch, dem Dokument, dem Foto um? Welche Such- und Hilfsmittel gibt es? Wie wählt man die Ergebnisse aus und hält sie fest? Warum muss auf die Quellen verwiesen werden?
Was ist bei der nachfolgenden Nutzung des Materials zu beachten?
III. Bildungsangebote Geschichte – Architektur – Kunst
Ab der 6. Klassenstufe
Rundgänge und Führungen mit Dipl. Ing. Architekt Georg Harbrecht.
Geeignet als Ergänzung im Deutsch-, Geographie-, Geschichts- und Kunstunterricht.
Anmeldungen im Museum unter Tel.: 577 97 388 – 12
oder Georg Harbrecht unter Tel.: 615 84 76
Projekt: Heinrich Zille in Lichtenberg
Ab 6. Klassenstufe 6; Dauer: ca. 1,5 Std.
Der Humorist, Fotograf, Karikaturist und Milieumaler Heinrich Zille lebte in jungen Jahren an mehreren Orten rund um den Nöldnerplatz in Lichtenberg. Der Rundgang führt zu verschiedenen Wohnorten H. Zilles zwischen 1873 und 1892. Die Teilnehmer erfahren biografisches zum Leben und Werk von Heinrich Zille, der 1858 in Radeberg bei Dresden geboren ist und 1867 mit seinen Eltern nach Berlin umsiedelt. Nach entbehrungsreichen Schul- und Ausbildungsjahren gründet er in Rummelsburg eine Familie, aus der eine Tochter und zwei Söhne hervorgehen. Den Zenit der öffentlichen Würdigung erfährt er 1924 mit der Aufnahme in die Preußische Akademie der Künste. Noch zu Lebzeiten erfährt Zille die Ehrung seines Werkes in einer Ausstellung 1928 zu seinem siebzigsten Geburtstag. Der Rundgang gibt Einblicke in die rasante städtebauliche Entwicklung des Gebietes. Als H. Zille 1873 mit seinen Eltern in die Fischerstraße zieht, war das Gebiet um den Nöldnerplatz unbebaute Landschaft, in die zuerst die Victoriastadt gebaut wird und die seit der Vereinigung der Gemeinden Rummelsburg und Boxhagen zum Zentrum der Einheitsgemeinde wurde. An den verschiedenen Wohnorten können Erfahrungen gesammelt werden über Einflüsse, Bezugspunkte, Geräusche und Farben, die Orte prägen und ihren Charakter bestimmen.
Lerninhalte/ Lernziele: Leben und Werk Heinrich Zilles in Ausschnitten und die soziale Lage der unteren Schichten im Berlin an der Wende zum 20.Jh. kennen lernen.
Üben der Beschreibung und Wahrnehmung von Orten unterschiedlichen Charakters; Sensibilisierung der Wahrnehmung für städtische Räume und ihre Besonderheiten;
Rummelsburg zwischen 1870 und 1890, städtebauliche Entwicklung.
Projekt: Die Max-Taut-Schule
Ab Klassenstufen 9-12; Dauer: ca. 1,5 Std.
Errichtet wurde die Max-Taut-Schule als eine drei Schulen umfassende Anlage zwischen 1929 und 1935. Sie gilt als typisches Beispiel des "Neuen Bauens" und steht heute unter Denkmalschutz. Was das "Neue Bauen" ausmacht, lernen die Teilnehmer an Materialien, Formen und Farben kennen und wie aus deren geglücktem Zusammenspiel Architektur wird. An Beispielen wird der Umgang mit denkmalgeschützten Bauten gezeigt und deren Nutzungsanpassung an veränderte Anforderungen. Die denkmalgeschützte Aula ist in über 2-jähriger Bautätigkeit wiederhergestellt und als moderner Multifunktionsraum gestaltet worden.
Der Architekt Max Taut geht 1927 als Sieger aus dem Wettbewerb für die Schule in Lichtenberg hervor. Er gehört einer Generation von bekannten Architekten des modernen Bauens an, deren ersten Werke im Kaiserreich entstanden, die in der Weimarer Republik ihren Aufstieg finden und dann aber in der Zeit des Nationalsozialismus auftragslos bleiben. Das Werk von Max Taut reicht nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1960er Jahre weit über Berlin hinaus.
Lerninhalte/ Lernziele: Materialien und Formen der Modernen Architektur zwischen den Weltkriegen; Geschichte der Max-Taut-Schule; Üben der Wahrnehmung von Gebäuden und deren Beschreibung; Kennen lernen von Elementen der Modernen Architektur, Leben und Werk des Architekten Max Taut. Denkmalschutz und Nutzungsanpassung.
Projekt: Modernes Bauen in Lichtenberg zwischen den Weltkriegen
Ab Klassenstufen 9-12; Dauer: ca. 1,5 Std.
Zwischen den beiden Weltkriegen wird am Nöldnerplatz nicht nur die heutige Max-Taut-Schule errichtet sondern auch östlich des Platzes entstehen bis nach Friedrichsfelde hinein zahlreiche neue Wohngebäude und Wohnanlagen. Neue städtebauliche Konzeptionen und die Formensprache des modernen Bauens prägen diese Bauten. Der Rundgang führt zu zwei Wohnanlagen, die in der Zeit zwischen 1925 bis 1931 errichtet wurden, darunter der denkmalgeschützte "Sonnenhof" des Architekten Erwin Gutkind und die Max-Taut-Schule mit ihrer im vergangenen Jahr wiederhergestellten Aula. An den Gebäuden werden die Ideen vom modernen Wohnen und die Gestaltungselemente des modernen Bauens anschaulich erläutert.
Lerninhalte/ Lernziele: wie oben
Projekt: Die Victoriastadt
Ab Klassenstufen 9-12; Dauer: ca. 1,5 Std.
Die Victoriastadt ist ein Stadtteil, der 1871 entstand und bis zum Ersten Weltkrieg in seiner baulichen Entwicklung abgeschlossen war. Gebaut wurden Schlackebetonhäuser, repräsentative Wohnhäuser, eine Kirche und das Rathaus der 1889 gegründeten Gemeinde Boxhagen-Rummelsburg, das heutige Museum im Stadthaus. Ein die Miethäuser überragender Turm zeugt von einer ehemaligen Schrotkugelfabrik, ein Graben, hinter Häusern versteckt, von der Grenze zu Lichtenberg. Interessantes bieten auch die Wohnadressen von Heinrich Zille, dem legendären Künstler des "Milljöhs" von Berlin, der hier zwei Jahrzehnte lebte.
Lerninhalte/ Lernziele: wie oben
Projekt: Die Wasserstadt an der Rummelsburger Bucht
Ab Klassenstufen 9-12; Dauer: ca. 1,5 Std.
Das Neubaugebiet entlang der Rummelsburger Bucht ist seit wenigen Jahren von unterschiedlichen Wohnformen und Haustypen geprägt. Hier wurden historische Bauten neu belebt und in eine sehenswerte Wohnlandschaft eingebettet, landschaftsnahe Uferwege angelegt und auf dem Wasser der Bucht schwanken "schwimmende Häuser". Zwischen Anglern und Reihern finden wir wie einst Heinrich Zille Spuren von der über 150 Jahre alten Geschichte von Rummelsburg.
Lerninhalte/ Lernziele: wie oben








