Historische Stadtführungen und Vorträge
Preußisches Arbeitshaus und DDR-Haftanstalt Rummelsburg
Preußisches Arbeitshaus und DDR-Haftanstalt Rummelsburg, Haupstraße 8
Im Rahmen der gegenwärtigen Museumsausstellung "Eingeliefert nach Rummelsburg" können im Museum Führungen über das ehemalige Areal des Arbeitshauses, der späteren Haftanstalt gebucht werden.
Erläutert werden die Hintergründe und Funktionsweise eines der belangreichsten geschichtspolitischen Orte in Berlin über drei politische Systeme hinweg. Die Bezüge beginnen 1879 mit dem städtischen Arbeitshaus, dessen Nutzung sich nach 1933 im Sinne der NS-Rassenpolitik radikal änderte, und schließen mit der von 1951 bis 1990 betriebenen Strafvollzugsanstalt Rummelsburg. Zehntausende Menschen haben an diesen Stätten gelitten und ihre Menschenrechte und Lebenschancen eingebüßt.
Unter Hervorhebung der jüngeren Geschichte können sich die Teilnehmer besonders über die bedrückenden Zustände in dem DDR-Gefängnis informieren. Hier saßen Deutsche aus Ost und West ein. Doch nicht jeder war ein Straftäter. Der Name Rummelsburg steht vor allem für politische Haft.
Anmeldung unter 030 - 57797388 – 12 /14/18 o. museum-lichtenberg@gmx.de:
Dauer ca. 2 Std., 5 Euro, erm. 2 Euro
5. April 2011, 11 Uhr
Geländeführung ehemaliges Arbeitshaus bzw. DDR-Haftanstalt.
Christine Steer (geschlossene Projektveranstaltung mit Schülern)
6. April 2011, 11 Uhr
Schüler im Gespräch mit dem Zeitzeugen Maik Fröhnel im Museum Lichtenberg. (geschlossene Projektveranstaltung)
10. April 2011, 14 Uhr
Geländeführung ehemaliges Arbeitshaus bzw. DDR-Haftanstalt.
Christine Steer / Maik Fröhnel
Treffpunkt: Hauptstraße 8, am Wasserturm auf dem Areal
12. April 2011, 15 Uhr
Führung durch die Ausstellung "Eingeliefert nach Rummelsburg" im Museum Lichtenberg. Maik Fröhnel
19. April 2011, 15 Uhr
Führung durch die Ausstellung "Eingeliefert nach Rummelsburg" im Museum Lichtenberg. Maik Fröhnel
10. Mai 2011, 11 Uhr
Führung durch die Ausstellung "Eingeliefert nach Rummelsburg" im Museum Lichtenberg. (geschlossene Veranstaltung)
10. Mai 2011, 12 Uhr
Führung durch die Dauerausstellung. (geschlossene Veranstaltung)
10. Mai 2011, 18 Uhr
Geländeführung ehemaliges Arbeitshaus bzw. DDR-Haftanstalt.
Christine Steer / Maik Fröhnel
Treffpunkt: Hauptstraße 8, am Wasserturm auf dem Areal
19. Mai 2011, 9.30 Uhr
Geländeführung ehemaliges Arbeitshaus bzw. DDR-Haftanstalt.
Maik Fröhnel
und Führung durch die Ausstellung "Eingeliefert nach Rummelsburg" im Museum Lichtenberg.
(geschlossene Veranstaltung, Schülerprojekt)
11. September 2011
Führung zum Tag des offenen Denkmals
»Arbeitshäuser und Haftanstalt«
Cliewe Juritza
Der preußische Reformer Scharnweber und Lichtenberg
Das unbekannte Lichtenberg.
Vor 200 Jahren conferierten im Ort preußische Reformer
Vortrag von Dr. Knut Käpernick
Erhellt wird die Geschichte um den ‚vergessenen’ preußischen Reformer Christian Friedrich Scharnweber (1770–1822) im Zusammenhang mit Karl August von Hardenberg. Mit der Berufung Hardenbergs zum Staatskanzler am 4. Juni 1810 traten die preußischen Reformen in ihre zweite, entscheidende Etappe.
Scharnweber, dessen Familie später das Gut Hohenschönhausen für Jahrzehnte gehörte, ist eine der wichtigsten historischen Personen in der langen Geschichte des heutigen Bürgerschlosses in Hohenschönhausen
Termin: 9. März 2011 um 18 Uhr
Ort: Schloss Hohenschönhausen, Hauptstraße 44, 13055 Berlin
Unkostenbeitrag 3 €, erm. 2 €.
Anmeldungen unter
Förderverein Schloß Hohenschönhausen e.V.: 978 95 600, o. kadek.k@gmx.net
Lichtenberger Wirtschaftsgeschichte im Spiegel von historischen Wertpapieren
Lichtenberger Wirtschaftsgeschichte im Spiegel von historischen Wertpapieren
Vortrag von Christian Kind
Mit historischen Wertpapieren aus Lichtenberg verbinden sich vielseitige Wissensgebiete aus Wirtschaft und Politik. Die Sammlung enthält seltene Originaldokumente, u.a. neben Aktien der Lichtenberg-Berliner Großindustrie, von Immobiliengesellschaften, Eisenbahnunternehmen und weiteren Spezialfirmen auch staatliche und kommunale Obligationen sowie Äquivalente verschiedener Art.
Der Referent Christian Kind war von 1990 bis 1992 Bezirksbürgermeister von Lichtenberg.
Anmeldung unter: 030-9711094
Die Victoriastadt
Unter fünf Brücken quer durch die Victoriastadt zur Frankfurter Allee
Führung mit Monika Mews
Der Bahnhof Rummelsburg hatte ab 1875 als Umschlagplatz für Gänse ein wichtige Bedeutung für Berlin. Auf dem jetzigen Tuchollaplatz war Viehmarkt und am Ufer des Rummelsburger Sees vergnügte man sich im Cafe Bellevue.
Durch die historischeVictoriastadt, in der einst Heinrich Zille lebte, gelangt man in das Wohngebiet Frankfurter Allee Süd mit dem längsten Plattenbau Berlins.
Anmeldung unter: mews@laufend-neues.de
Das Dahlem des Ostens Karlshorst
Das Dahlem des Ostens Karlshorst, Kaserne, Theater, Amalien-Orgel
Führung mit Monika Mews
Vielleicht ein wenig übertrieben - aber Karlshorst wird als das "Dahlem des Ostens" bezeichnet. Es gibt ein Prinzenviertel, 1920/21 gab es sogar einen König, wenn es auch nur der Wettkönig von Karlshorst war. Er versprach, die Armen reich zu machen und verlor deren Geld auf der Galopprennbahn Karlshorst.
1945 unterzeichnete im ehemaligen Offizierscasino der Festungspionierschule die Wehrmacht die bedingungslose Kapitulation Deutschlands vor den vier Siegermächten des 2. Weltkrieges. Jetzt befindet sich dort das Deutsch-Russische Museum. Aus Karlshorst wurde "Karlowka", das Sperrgebiet der Sowjetischen Armee. Gern zeige ich Ihnen weitere interessante Orte und erzähle Ihnen und Ihren Gästen mehr von Karlshorst und seinen Einwohnern, gestern und heute.
Anmeldung unter: mews@laufend-neues.de
Malchow und Theodor Fontane
Auf nach Malchow und Theodor Fontane
Führung mit Monika Mews
"Eine Wanderung nach Malchow, so kurz sie ist, gliedert sich nichtsdestoweniger in drei streng geschiedene Teile: Omnibusfahrt bis auf den Alexanderplatz, Pferdebahn bis Weißensee, und per pedes apostolorum bis nach Malchow selbst."
Theodor Fontane in den "Wanderungen durch die Mark Brandenburg".
Weniger abenteuerlich ist es heute. Ein Rad- und Wanderweg am Malchower See führt bis in das Dorf. Wie im Dornröschenschlaf versunken sieht das Gutshaus Malchow aus. Einst waren hier der preußischen König Friedrich I. und seine Frau, Königin Sophie Charlotte, oft zu Gast beim preußischen Staatsminister Paul von Fuchs. Dieser war 1685 maßgeblich beteiligt an der Ausarbeitung des Edikts von Potsdam, das die Grundlage für die Einwanderung der Hugenotten nach Berlin und Brandenburg bildete. Paul von Fuchs wurde in der Dorfkirche Malchow beigesetzt.
Anmeldung unter: mews@laufend-neues.de
Friedrichsfelde und Heiner Müller
Friedrichsfelde und Heiner Müller
Führung mit Monika Mews
Die ersten Plattenbauten in Deutschland stehen hier und an einem um 1965 errichteten WBS 70 Bau am Tierpark erinnert eine Gedenktafel an den bedeutendsten deutschsprachigen Theaterautor in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts Heiner Müller, der von 1979 bis 1993 er im obersten Stock dieses Hochhauses wohnte. Auch seine frühere Ehefrau, die Schriftstellerin Inge Müller, lebte in Friedrichsfelde. Durch Kleingärten hindurch erreicht man den Dorfanger vom ehemaligen Dorf Rosenfelde. Von dort ist es nicht weit bis zum Schloss Friedrichsfelde (Rückfront) und dem Gebäudekomplex der ehemaligen Staatssicherheit der DDR.
Anmeldung unter: mews@laufend-neues.de
Erste Plattenbauten in Deutschland
Erste Plattenbauten
Führung mit Monika Mews
Der erste Plattenbau in Deutschland wurde schon 1926 nach Plänen des Architekten Wilhelm Primkel in Friedrichsfelde errichtet.
Bis 1930 entstand in der Nähe des U-Bahnhofes Tierpark die sogenannte "Kriegerheimsiedlung" für Kriegs- und Wehrdienstopfer des 1. Weltkrieges. Von 1952 bis in die 90er Jahre gehörte die Siedlung zur kommunalen Wohnungsverwaltung. Sie wurde nach dem im Januar 1945 hingerichteten Widerstandskämpfer Herbert Splanemann benannt. 1997 wurde die Siedlung privatisiert und danach denkmalgerecht saniert.
Anmeldung unter: mews@laufend-neues.de


