Veranstaltungen 2009
06. Dezember 2009
15 h, Vortrag – Gespräch – Bildsequenzen
Weggesprengt. Die Versöhnungskirche im Todesstreifen der Berliner Mauer 1961-1985.
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01. November 2009
14-18 h, 20 Jahre Mauerfall – Offener Gesprächskreis – Filme
Der Berg der Erinnerung – "Wende"- Generationen im Berliner Osten.
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18. Oktober 2009
14 h, historisch-kritische Ortsbegehung
"Das war doch Mielkes Revier" – eine Stadt innerhalb der Stadt.
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18. September 2009
17-19 h, "Berliner Salon"
Kleingartenanlagen – ihr Beitrag zum Erhalt von Stadtgrün
und zur Wohnumfeldverbesserung in Berlin.
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13. September 2009
Tag des Offenen Denkmals
Programm bitte im Museum erfragen.
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17. Juli 2009
"NS-Aktion T4 – Lebensgeschichten"
Veranstaltung und Podiumsdiskussion zum Thema "Aktion T4"
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19. Juni 2009
"Wir sind ja sooo zufrieden…"
Veranstaltung zu Margarete Steffin
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29. Mai 2009
Fest zur Ausstellung "Von Siemens-Plania zu Dong Xuan"
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Dienstag, 27. Januar 2009
GEDENKTAG FÜR DIE OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS
Lichtaktion "Erinnern für die Zukunft"
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Freitag, 23. Januar 2009
Gedenkstele erinnert an NS-Zwangsarbeit im Bezirk Lichtenberg
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Sonntag, 06. Dezember 2009, 15 Uhr
Weggesprengt. Die Versöhnungskirche im Todesstreifen der Berliner Mauer 1961-1985.
Vortrag – Gespräch – Bildsequenzen
Das Schicksal der Versöhnungskirche in der Bernauer Straße, die seit 1961 im Mauerstreifen stand und im Januar 1985 gesprengt wurde, ist inzwischen zum zentralen Bestandteil des Erinnerns in der Berliner Gedenkkultur geworden. Die Versöhnungskirche bietet historisches wie auch aktuell umstrittene Vorgänge. War die Sprengung unabwendbar oder hatte der DDR-Staat und seine Grenztruppen "Helfer", die einen reibungslosen, weitgehend protestfreien Abriss ermöglichten.
Es gibt mehrere handelnde Personen, die sehr anschaulich Verhaltensweisen in zwei unterschiedlichen Gesellschaften widerspiegeln.
Sonntag, 01. November 2009, 14-18 Uhr
Der Berg der Erinnerung
"Wende"- Generationen im Berliner Osten.
Zeitzeugengespräch – 20 Jahre Mauerfall
Der Fall der Mauer war vor 20 Jahren quer durch die Generationen ein unvergleichliches Erlebnis und ein tiefer Einschnitt in das persönliche Leben. "Der Berg der Erinnerung", eine Gesprächsreihe für jeden Interessierten, die das Museum im Mai 2009 mit Mitarbeitern aus ehemaligen Lichtenberger Industriebetrieben begonnen hat, soll am 1. November ein Ausgangspunkt für eine weitere historische Rückschau sein. Diesmal sollen Aufbruch und Veränderung vor und nach 1989 in Lichtenberg und Hohenschönhausen reflektiert werden. Wie erlebte der Einzelne den Alltag, wie den Beruf und was kennzeichnet die Zeit danach? Der Berg der Erinnerung soll gemeinsam mit Ihnen zusammengetragen und aufgeschichtet werden. Aus der Vielfalt der Geschichten, individuellen Erlebnisse und unterschiedlichen Sichtweisen können neue Erfahrungen und Zukunftsbilder entstehen. Wir freuen uns, wenn wir Sie für diese Veranstaltung gewinnen konnten.
Programm:
14 Uhr
Film: "Der Auftrag", DEFA 1988
der Kurzfilm von Jochen Krauße dokumentiert die Arbeit des Töpfermeisters Otto Engelmann aus dem Dorf Klingmühl, der seit 1973 mit der Massenherstellung von Karl-Marx-Büsten aus Keramik beauftragt ist.
Film: "Der letzte Trabi", DEFA 1990
Ironischer und zugleich liebevoller Abgesang auf den Trabant. Nicht nur in Wendezeiten oft verlacht, ist der "Trabi" heute ein Symbol der deutschen Geschichte, auch wegen der Bilder vom 9. November 1989, als Ostberliner mit ihrem "Trabi" massenweise die Grenze überfuhren. Im Juni 1990 dokumentiert Regisseur Thomas Kuschel das Ende des Automodells P 601, der 1964 in Serie ging, erstmals im Berliner Bezirk Lichtenberg vorgestellt wurde und eigentlich nach wenigen Jahren von einem Nachfolger abgelöst werden sollte. Seine Farbvarianten papyrusweiß, nilschlammgelb, gletscherblau und baligrün verhießen einst ferne Reisen und einen Hauch von Freiheit.
15-17 Uhr
Offener Gesprächskreis mit Zeitzeugen
17-18 Uhr
Filmpremiere: Zeitzeugengespräch am 29. Mai 2009 im Rahmen der Ausstellung "Von Siemens-Plania zu Dong Xuan".
Sonntag, 18. Oktober 2009, 14 Uhr
"Das war doch Mielkes Revier" – eine Stadt innerhalb der Stadt.
Historisch-kritische Ortsbegehung
Rundgang und Besichtung des ehemaligen Mielke-Imperiums. Die Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Berlin-Lichtenberg war bis 1989 ein geheimnisumwitterter Ort, eine hermetisch abgeriegelte und misstrauisch bewachte Sperrzone mitten in einem vordem gewöhnlichen Wohngebiet. Zwischen 1950 und 1989 veränderte sich dieses Stadtviertel durch das übermächtige Bauensemble rund um die Normannenstraße. Detaillierte Einblicke in das Stasi-Areal und die erzwungene Umgestaltung eines Wohnviertels gibt der Historiker Dr. Christian Halbrock. Eine Kooperationsveranstaltung des Museums mit der Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße.
Treffpunkt: Frankfurter Allee Ecke Ruschestraße (U-Bhf. Magdalenenstraße)
Freitag, 18. September 2009, 17-19 Uhr
"Berliner Salon"
zum Thema:
Kleingartenanlagen – ihr Beitrag zum Erhalt von Stadtgrün
und zur Wohnumfeldverbesserung in Berlin.
Mit einer Einführung
von Jürgen Hurt, 1975 bis 2007 Vorsitzender des Zentralverbandes der Kleingärtner und Siedler - Berlin e. V. bzw. des Landesverbandes Berlin der Gartenfreunde e. V., Ehrenpräsident des Landesverbandes Berlin der Gartenfreunde e. V.
Veranstalter: Gesellschaftswissenschaftliches Forum e. V.
Sonntag, 13. September 2009
Tag des Offenen Denkmals
Programm bitte im Museum erfragen.
Freitag, 17. Juli 2009, 16-20 Uhr
"NS-Aktion T4 – Lebensgeschichten"
Veranstaltung und Podiumsdiskussion zum Thema "Aktion T4"
Im Zeitraum Januar 1940 bis August 1941 wurden in sechs deutschen Heil- und Pflegeanstalten über 70.000 sogenannte "lebensunwerte" Menschen getötet. Darunter befanden sich in erster Linie Menschen mit geistiger Behinderung oder körperlichen Missbildungen, aber auch "Asoziale" bzw. "sozial Entartete" sowie Angehörige "nicht-arischer" Bevölkerungsgruppen.
Die Bezeichnung "Aktion T4" bezieht sich auf die Adresse des Dienstsitzes der organisierenden Dienststelle in der Tiergartenstr. 4 in Berlin. Nachdem das Planziel von über 70.000 Toten erreicht war, die Morde an Psychiatrie-Patienten aufzufallen begannen und vereinzelt dagegen protestiert wurde, wurde die zentral geleitete Aktion gestoppt, jedoch auch anschließend, unter weiterer Ausdehnung der Opfergruppen, dezentral bis zum Kriegsende weitergeführt.
Durch die biografische Aufarbeitung der Schicksale der einzelnen Opfer der Aktion T4, soll den Opfern ein Gesicht gegeben werden. Hierzu wurde ein gemeinsames Forschungsprojekt der Charite und der Uni Heidelberg durchgeführt.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Blauen Karawane 2009 statt. Vom 10. Juli bis zum 09. August zieht die Blaue Karawane in diesem Jahr unter dem Motto "Zum Glück geht es anders" auf dem Wasserweg von Berlin über Brandenburg und Wolfsburg nach Bremen.
Freitag, 19. Juni 2009, 18-20 Uhr
"Wir sind ja sooo zufrieden…"
Veranstaltung zu Margarete Steffin, geboren am 21. März 1908 in Berlin-Rummelsburg, mit einer Einführung über ihr Leben und Wirken von Henriette van der Wall. Zweifellos war Margarete Steffin ein großes dichterisches Talent, das in der Arbeiterkulturbewegung der 1920er Jahre auch zu einer schauspielerischen Größe heranwuchs. Bertolt Brecht hat ihr Talent erkannt und gefördert. Beide verband eine intensive Beziehung, ohne Steffin wären manche seiner Stücke wohl ärmer ausgefallen. Neben dieser Arbeit für Brecht war sie auch für andere Künstler und Literaten eine kritische Beraterin, sie schrieb eigene Kurzprosa, Theaterstücke sowie Lyrik und erlernte autodidaktisch mehrere Sprachen so gut, dass sie literarische Werke ins Deutsche übersetzen konnte.
Mit der Veranstaltung soll nicht nur die Erinnerung an Margarete Steffin wach gehalten werden. Sie ist vor allem als Forum gedacht für Entscheidungsfindungen, Vorschläge und Diskussionen. Gemeinsam sollen für eine Würdigung und das Gedenken an diese vielseitig begabte Frauenpersönlichkeit nach Formen und Möglichkeiten im öffentlichen Raum innerhalb der Victoriastadt gesucht werden. Margarete Steffins Geburtshaus steht in der heutigen Geusenstraße 12. Sie starb, schon seit Jahren tuberkulosekrank, am 4. Juni 1941 in Moskau.
Freitag, 29. Mai 2009, 14-20 Uhr
Fest zur Ausstellung "Von Siemens-Plania zu Dong Xuan"
In der Zeitmitte unserer Ausstellung laden wir Sie mit Ihren Familien und Freunden herzlich zu einem kleinen Fest in das Museum Lichtenberg, Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin, ein.
Es erwarten Sie: Ausstellungsführungen und Gespräche mit den Autoren Holger Herschel, Peter Badel und dem Architekten Karl Karau, Zeitzeugen erzählen, Gesang und Live-Musik, Grillen und Getränke, Kaffee und Kuchen.
Programm
DER BERG DER ERINNERUNG – SPURENSUCHE IN DER HERZBERGSTRAßE
Vielen Lichtenbergern liegt die Erinnerung an die frühere Arbeit in der Produktion noch am Herzen. Grund genug, 20 Jahre nach dem Fall der Mauer auf Identitätssuche zu gehen. Gemeinsam möchten wir Fragestellungen aufgreifen und diskutieren, aber auch den Erinnerungen und Geschichte(n) zuhören.
Der Förderkreis des Museums bietet allen ehemaligen Elektroköhlern oder Angehörigen quer durch andere Betriebe einen zwanglosen Gedankenaustausch an.
Termin: 14 – 16 Uhr.
BRENNOFENKAMMER – MAUERN
An diesem Tag sollen die Relikte des letzten Brennofens aus der EKL-Produktion im Museumshof ihren Platz finden. Sie, liebe Besucher, können beim Aufbau gern mitmachen oder uns dabei einfach nur begleiten.
Termin: ab 16 Uhr.
LIEDER VON BRECHT – WEILL – WALDORF – EISLER
Mit der Schauspielerin und Sängerin Anne Simmering.
Termin: ab 17 Uhr.
FÜHRUNGEN DURCH DIE AUSSTELLUNG
Der einstige Standort des Betriebes VEB Elektrokohle in der Herzbergstraße markiert eine über hundertjährige Industriegeschichte und zugleich das Ende dieser langen Ära in den 1990er Jahren. Nach dem Abriss der Werksgebäude wurde das Gelände völlig umgestaltet. Früher stand hier die Erzeugung von Elektrokohlen im Vordergrund, heute erstreckt sich auf dem Gelände mit Dienstleistern und Händlern überwiegend das Dong Xuan Center, eines der größten Asiamärkte Deutschlands.
Dieser Wandlungsprozess ist Teil der gegenwärtig im Museum gezeigten Ausstellung "VON SIEMENS-PLANIA ZU DONG XUAN". Ebenso neu wie beispielhaft führt die Schau Industriearbeit und Theaterproduktion zusammen und erzielt mit sorgsam ausgewählten Fotografien, Originalton und Filmen eine meisterhafte historische wie zeitnahe Wirkung.
Termin: ab 14 Uhr.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Dienstag, 27. Januar 2009
GEDENKTAG FÜR DIE OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS
Lichtaktion "Erinnern für die Zukunft"
Beginn: 27. Januar, 17 Uhr
Ende: 28. Januar, 8 Uhr.
Ort: Am Museum Lichtenberg, Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin
Aktionsdauer: 15 Stunden
Nach dem derzeitigen Forschungsstand sind aus dem Bezirk Lichtenberg zwischen 1941 und 1945 schätzungsweise 300 jüdische Kinder, Frauen und Männern in die NS-Vernichtungslager deportiert und dort ermordet worden. Der Gedenktag ist Anlass, an sie zu erinnern und gegen das Vergessen ein Zeichen zu setzen. Mit dem Projekt “Erinnern für die Zukunft” veröffentlicht das Museum zum zweiten Mal ihre Namensfolge und Todesdaten auf einem Lichtband. Die aufwendige Projektion wird eine Nacht lang weithin sichtbar auf den freien Hausgiebel des Museums in den Stadtraum eingeblendet. Für die Opfer gab es keine Rückkehr. Die Lichtaktion bringt ihre Schicksale im übertragenen Sinn wieder ins Gedächtnis zurück. Es ist ein Appell gegen Gleichgültigkeit und gegen Verdrängung, der sich an alle Generationen, besonders aber an jüngere Menschen wendet – und er soll als Aufruf zur Wachsamkeit wahrgenommen werden.
Redaktion / Produktion: Peter Badel, Holger Herschel, Christine Steer, Peter Thieme und b. MEDIA GmbH
Freitag, 23. Januar 2009
Gedenkstele erinnert an NS-Zwangsarbeit im Bezirk Lichtenberg
Anlässlich der Einweihung der Gedenkstele lädt Frau Katrin Framke, Bezirksstadträtin für Kultur und Bürgerdienste, Sie und alle Interessierten recht herzlich zur Teilnahme ein
am Freitag, dem 23. Januar 2009, um 11 Uhr im Park Fennpfuhl
(Standort: angrenzende Parkfläche rücksseitig der Volkshochschule und Schostakowitsch-Musikschule Lichtenberg, Paul-Junius-Straße 71)
In und im Umfeld des heutigen Fennpfuhlparks befanden sich zur Nazizeit mehrere von über einhundert Zwangsarbeiterlagern im Bezirk Lichtenberg.
Mit der Aufstellung der Gedenkstele wird an all jene Menschen erinnert, die von dem Gewaltregime aus allen Teilen Europas verschleppt und auch in Lichtenberg zur Arbeit vorwiegend in der Kriegswirtschaft versklavt wurden. Allein in diesem Bezirk waren es zwischen 1939 und 1945 Zehntausende Frauen, Männer und sogar Kinder. Viele von ihnen überlebten nicht. Sie wurden Opfer der schweren Zwangsarbeit, der harten Lebensbedingungen in den Barackenlagern oder von Bombenangriffen, denen sie schutzlos ausgeliefert waren. Nahezu alle Unternehmen – darunter neben Konzernen wie Siemens-Plania, Knorrbremse und IG-Farben auch Handwerks- und Landwirtschaftsbetriebe ebenso wie kommunale und staatliche Unternehmen – beschäftigten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter. Sie waren der Willkür von Behörden, Arbeitgebern und Lagerführern umso mehr ausgesetzt, je niedriger ihr “rassischer” Status vom NS-Regime angeordnet wurde.
Die Gedenkstele wurde aus Mitteln des Erinnerungsfonds des Bezirksamtes Lichtenberg finanziert. Am 17. Dezember 2008 konnten auf diese Weise bereitd zwei Tafeln für die 1945 zerstörten Kirchen in Malchow und Falkenberg eingeweiht werden.
Die Markierung dieser drei Erinnerungsorte verbindet das Bezirksamt mit dem Appell, das Vergangene nicht zu vergessen. Es ist geschehen und es kann wieder geschehen.






