Ausstellungen 2009

27. November - 18. Dezember 2009
Nicht nach Anleitung! - Formen von Alltagskreativität & Eigenproduktion
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15. Oktober  - 23. Oktober  2009
"Ostkreuz"
Kunstprojekt mit Jugendlichen von 14 bis 17 Jahren
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16. September - 23. September 2009
Der politische Ort
"Das Ministerium für Staatssicherheit in der Normannenstraße"
Ausstellung –  Präsentation – Architekturskulptur
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13. September 2009
Tag des Offenen Denkmals
Programm bitte im Museum erfragen.
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29. August 2009 – 13. September 2009
"Drushba-Freundschaft / Tradition und Zukunft"
Multimediale Ausstellung
Zum 20. Jahrestag des Berliner Mauerfalls
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04. Juli 2009 – 17. Juli 2009
16 h, Eröffnung Ausstellung zur Langen Nacht der Bilder Lichtenberg
East Side Gallery – Kunst auf der ehemaligen Berliner Mauer.
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20. März 2009 – 05. Juni 2009
"Von Siemens-Plania zu Dong Xuan"
Lichtenberg vor 1989, nach 1989
Ausstellung – Fotografie – Originalton – Film
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Dienstag, 27. Januar 2009
GEDENKTAG FÜR DIE OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS
Lichtaktion "Erinnern für die Zukunft"
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Dienstag, 27. Januar 2009
GEDENKTAG FÜR DIE OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS
Ausstellung (27.1. – 27.2.2009)
„Zwangsarbeit für den Endsieg – das Konzentrationslager Mittelbau-Dora“
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5. Dezember 2008 – 16. Januar 2009
Ausstellung "Diktat und Erfolg" Das Sportforum Hohenschönhausen 1954-1990
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Freitag, 27. November – Freitag, 18. Dezember 2009

Nicht nach Anleitung!
Formen von Alltagskreativität & Eigenproduktion

Ausstellungseröffnung: Freitag, 27. November, 19-22 Uhr
Mit DIY-Labor! GastkünstlerInnen laden zum Machen ein!

Ideen in Material verwandeln
Dawanda, Bausteln, Web 2.0 - all diese Phänomene machen deutlich: Das Selbermachen bewegt sich aus den Hobbykellern und tritt in das Licht gesellschaftlicher Aufmerksamkeit. Die vielfältigen Ausprägungen dieser Renaissance des Machens reflektieren die Suche nach neuen Arbeitsformen ebenso wie ein gewachsenes ökologisches Bewusstsein. Sie werden sichtbar am Markt, als Läden, die zum Arbeitsmaterial gleich auch Raum, Werkzeug und Anleitung bieten, als Internetplattformen für selbst Gemachtes. Sie nehmen medienwirksam Einfluss auf Politik und befördern die anstehende Post-Post-Modernisierung unserer gesellschaftlichen Institutionen.

Wie aber stellt sich die gesellschaftliche Verwurzelung des Selbermachens dar? Dieser Frage nach konkreten Praxisformen, nach ihrer Reproduktion und Transformation geht die Ausstellung 'Nicht nach Anleitung' nach. Sie portraitiert ganz unterschiedliche Menschen, die selber Dinge herstellen und dadurch - meist unbewußt und ungewollt - Pioniere dieses Phänomens sind. Einfühlsame Fotos und lebendige Interview-Zitate bieten Einblicke in ihr Tun, und erzählen davon, was diese Menschen bewegt und motiviert. Sie werden ergänzt von Objekten, die die vielseitigen Facetten des Selbermachens veranschaulichen. Nach ersten Präsentationen in Hong Kong, an der 'School of Design', und auf dem 'Festival della Creativita' in Florenz wird das Gesamtkonzept jetzt erstmals in Berlin gezeigt.

Zur Eröffnung am 27.11. von 19-22 Uhr wird vor Ort ein DIY-Labor eingerichtet, mit Vorführungen, Filmen, Selbsthilfe-Literatur und Gelegenheiten zum Machen! Mit Amy J. Klement, ginalori und anderen GastkünstlerInnen.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Corinna Vosse, mit Fotos von Matthias Finck. Sie entstand in Zusammenarbeit mit Kunst-Stoffe - Zentralstelle für wiederverwendbare Materialien, Community Museum Project / Hong Kong und Museum Lichtenberg, mit Unterstützung der Stiftungsgemeinschaft anstiftung ertomis gGmbH / München und der Asia Europe Foundation / Singapore.

Für weitere Informationen: Corinna Vosse, Tel 27 574 574 oder email comonsite@hotmail.com

Infokarte (PDF, 0,38 MB)

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Donnerstag, 15. Oktober – Freitag, 23. Oktober 2009

"Ostkreuz"

Ein Kunstprojekt mit Jugendlichen von 14 bis 17 Jahren, initiiert und begleitet durch den Künstler Johannes Buchholz.

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 15. Oktober, 17 Uhr

Der Bahnhof Ostkreuz, zwischen den Bezirken Kreuzberg-Friedrichshain und Lichtenberg, zählt zu den meistfrequentierten Orten des öffentlichen Nahverkehrs in Berlin und zu den letzten Komplexen, an denen im Detail die Zeitenwenden von der Kaiserzeit über die DDR bis in die Gegenwart ablesbar sind. Die Anlage soll bis zum Jahr 2016 komplett neu erbaut werden, einige der alten Bahnhofsbauten sind schon abgerissen und die ersten neuen Brücken fast fertig.

Täglich kreuzen sich hier auf den Bahnsteigen Tausende Menschen unterschiedlicher Herkunft, jeder mit einem eigenen Schicksal und Lebensentwurf, mit Hoffnungen und Enttäuschungen. Der Bahnhof Ostkreuz ist zudem auch ein wichtiger Treffpunkt für die Jugendlichen aus Lichtenberg.

Diese weit umspannte Situation bildet die inspirierende Grundlage für ein Kunstprojekt, in dem Jugend­liche ihre eigenen Erfahrungen und Geschichten zum Ostkreuz zusammentragen und einzeln oder in Gruppen mittels der verschiedensten künstlerischen Medien - von Malerei und Zeichnung über Fotografie, Video bis zu Interviews oder Musik-Beiträgen - ihr Kunstwerk, ihre Geschichte zu dem Dreh-Kreuz in der Metropole entwickeln. Die Ergebnisse werden in einer Art "Sozialem Bilderbuch" zusammengefasst.

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Mittwoch, 16. September – Mittwoch, 23. September 2009

Der politische Ort
"Das Ministerium für Staatssicherheit in der Normannenstraße"

Ausstellung –  Präsentation – Architekturskulptur
Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 16. September, 16 Uhr

Ausstellung mit künstlerischen Modellen über "Das Ministerium für Staatssicherheit in der Normannenstraße".
20 Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Immanuel-Kant-Gymnasiums arbeiteten im Rahmen des Kunstunterrichts zu dem Thema. Auf einem Rundgang über das Gelände der früheren Zentrale des MfS und den Besuch der Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße lernten sie den Ort und die Geschichte des Überwachungsapparates kennen. Auf dem Areal befinden sich Bauten aus fast allen Phasen der Entwicklung der DDR-Architektur.
Im Ergebnis des Projektes entstanden Texte, Fotos und Ideen von Architektur-Skulpturen, in denen sich die Projektteilnehmer anhand des MfS mit der DDR-Geschichte auseinandersetzten. Erarbeitet wurden Skizzen und Beschreibungen als Grundlage für das Basteln von Modellen, für die überwiegend Recycling-Materialien verwendet wurden. Die Ausstellung möchte allen Interessierten die Möglichkeit der Verbindung von Geschichte und eigenem kreativem Schaffen aufzuzeigen.
Im Rahmen der Ausstellungseröffnung stellen die Schülerinnen und Schüler ihre Modelle selbst vor. Im Anschluss wird der Film "Das Leben der Anderen" von 2006 mit Ulrich Mühe gezeigt.
Das Projekt wurde aus Mitteln des bezirklichen Kulturfond Lichtenbergs und vom Museum Lichtenberg im Stadthaus gefördert.

Auf www.deinegeschichte.de können Sie sich einen Audiobeitrag (4:22 min) über die Ausstellung anhören.


Programm zur Ausstellung:

Das Leben der Anderen, Film, D 2006
Mittwoch, 16. September, 17 Uhr, im Museum

Alltag einer Behörde, Film, D 2004
Sonntag, 20. September, 11 Uhr, im Museum 

Baugeschichtliche Entwicklung des ehemaligen MfS-Geländes Normannenstraße
Führung mit Georg Harbrecht
Montag, 21. September 18 Uhr,
Treffpunkt: U-Bahnausgang Frankfurter Allee Ecke Magdalenenstraße 

Radfahrer, Film, D 2008
Di.-Fr., 16 Uhr, im Museum

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Sonntag, 13. September 2009

Tag des Offenen Denkmals
Programm bitte im Museum erfragen.

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Sonnabend, 29. August  – Sonntag, 13. September 2009

"Drushba-Freundschaft , Tradition und Zukunft"
Multimediale Ausstellung
Zum 20. Jahrestag des Berliner Mauerfalls

Eröffnung zur langen Nacht der Museen
am 29. August 2009, 18 Uhr

Junge Leute aus unterschiedlichen Berliner Bezirken begleiteten 2007 die ersten deutsch-russischen Festtage nach dem Mauerfall in Karlshorst. Daraus entstand die Fragestellung für ein Ausstellungsprojekt. Wird hier eine Tradition fortgesetzt oder entsteht etwas völlig Neues? Was bedeutete die Deutsch-Sowjetische Freundschaft zu DDR-Zeiten – war sie nur staatlich verordnet oder wurde sie auch gelebt? Was ist Freundschaft? Was verbindet die Menschen heute mit Russland?
Die Ausstellung ist eine Zeitreise vom Lichtenberger Drushbafest bis zu den genannten heutigen Veranstaltungen in Karlshorst. Das erste Fest fand 1972, das letzte 1989 statt. Ursprünglich war es zur Festigung der beiderseitigen Freundschaft ins Leben gerufen worden, mit vielfältigen künstlerischen Darbietungen und Verkaufsständen. Wegen seines Volksfestcharakters war dieser alljährlich zumeist im Stadtpark Lichtenberg stattfindende kulturelle Höhepunkt bei der Bevölkerung beliebt. Über die offizielle und tatsächliche Bedeutung der Deutsch-Sowjetischen Freundschaft und des Drushbafestes im Alltag der Lichtenberger und der Ost-Berliner berichtet die multimediale Ausstellung, sie zeigt Brüche, Kontinuität, Unterschiede und Neuanfänge zwischen den Zeiten auf. 

Ausschnitt aus einem Plakat von 1978
Plakat 1975

Zur Anwendung gelangen multimediale Mittel wie Fotos, Ton & Videodokumente, Interviews mit Zeitzeugen, Licht- und Rauminstallationen, um insbesondere junge Menschen anzusprechen und ihnen auf unterhaltsame Weise einen kleinen Ausschnitt aus der Zeit vor 1989 und danach erfahrbar zu machen. Die Ausstellung soll dem Besucher auch zeigen, dass Völkerverständigung sehr viel Spaß machen kann und dabei hilft, gegenseitige Vorurteile abzubauen.

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Samstag, 04. Juli 2009 – Freitag, 17. Juli 2009

East Side Gallery – Kunst auf der ehemaligen Berliner Mauer.
17 Uhr, Eröffnung der Ausstellung zur Langen Nacht der Bilder Lichtenberg
Eine Bilddokumentation von Peter Thieme.

Die Ausstellung zeigt die East Side Gallery in ihrer Gänze als langes
Band (in zwei Teilen). Fotografiert wurde auf s/w-negativmaterial, die
einzelnen Aufnahmen wurden digital verbunden. Fotografiert wurde 1997, die East Side Gallery ist noch im ursprünglichen Zustand, vor der ersten und zweiten Renovierung und ohne die die Kunstwerke überlagernden Bildteppiche der Beschriftungen durch Passanten, zu sehen.
In dieser Form existierte die East Side Gallery nur für sehr kurze Zeit. Heute sind ihre Bilder ganz oder teilweise übermalt, beschädigt oder vollständig verblasst, so dass gegenwärtig eine komplette Sanierung geplant ist.

Durch Mausklick auf das Bild, können sie einen breiteren Ausschnitt sehen.

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Freitag, 20. März 2009 – Freitag, 22. Mai 2009

Wegen der großen Nachfrage wird die Ausstellung noch
bis Freitag, 05. Juni 2009, verlängert.

"Von Siemens-Plania zu Dong Xuan"
Lichtenberg vor 1989, nach 1989
Ausstellung – Fotografie – Originalton – Film
von Peter Badel . Holger Herschel . Karl Karau

Ausstellungseröffnung: Freitag, 20. März, 17 Uhr

Abriss, Um- und Neubau auf dem Gelände des ehemaligen größten Industriekohlenherstellers Osteuropas, gegründet als Siemens-Plania, des späteren VEB Elektrokohle Lichtenberg und heutigen Dong Xuan Centers.

Die Ausstellung visualisiert den Übergang von der Arbeit in der Industriegesellschaft vor 1989 zur Beschäftigung in der Dienstleistungsgesellschaft nach 1989, der Arbeiterinnen und Arbeiter, wie wir sie kennen, nutzlos macht. All das gibt es nicht mehr, und niemand erinnert sich mehr daran, will sich nicht gern daran erinnern. Ein Gegenwartsprozess, der in seiner Anziehungskraft und Sprunghaftigkeit in dieser Ausstellung in der Verbindung von Kunst, Dokument und Alltagskultur erfahrbar wird mit traditioneller analoger Film- und Fototechnik sowie mit digitaler Video- und Tontechnik.

Nach dem Mauerfall in Berlin kam es gleich Anfang der 1990er Jahre auf dem Gelände des VEB Elektrokohle Lichtenberg (EKL), Herzbergstraße 128-139, zu ersten Abrissarbeiten an Gebäuden und Industrieanlagen. Mit Einstellung der Produktion 1997 wurde die Beräumung des Areals zur Ansiedlung mittelständischer Firmen und Betriebe vorangetrieben. Der Fotograf Holger Herschel und der Kameramann Peter Badel unternahmen Erkundungen vor Ort. Seit 2005 ist auf dem südlichen Teil der Betriebsfläche ein asiatisches Handelszentrum entstanden, das in vier Großmarkthallen auf ca. 90 000 qm neues Leben in die Industriebrache brachte.

Unter diesen Eindrücken traten die beiden Dokumentaristen an das Museum Lichtenberg heran. Dort wurden sie in ihrem Vorhaben bestärkt, ein (Ausstellungs-)Projekt zur Geschichte und Gegenwart des Standortes vorzubereiten. Sie begannen, mit Kameras und Mikrofon die Gegenwart und Historie des Ost-Berliner Betriebs zu dokumentieren. — Fotoserien und dokumentarische Filmsequenzen, 0-Töne von Menschen und Situationen wurden hergestellt. — In Interviews erzählen Akteure von ihrem Alltag und vom Wandel einer Industrie. — Als besonderer Glücksfall der Recherche erweist sich ein Interview mit Erika Garbe, der Witwe des Ofenmaurers Hans Garbe, der 1950 Neuerer aus eigenem Antrieb war. Er avancierte in der DDR zum Aktivisten und «Held der Arbeit», wurde von Partei und Gewerkschaft als Funktionär eingesetzt und inspirierte verschiedene Autoren, darunter Bertolt Brecht und Heiner Müller. — Die Rechercheure erhielten Zugang zu historischen und persönlichen Dokumenten aus dem Nachlass Garbes. Das Material wird in Auszügen in der Ausstellung vorgestellt und kann neben dem jüngsten Film- und Bildmaterial von Peter Badel und Holger Herschel als ein wesentlicher Bestandteil der vorliegenden «Dokucollage» des Lichtenberger Standortes betrachtet werden.

Ofenhalle
Ofenhalle
Hans Garbe 1951
Hans Garbe 1951
Dong Xuan Center
Dong Xuan Center

Einige Fotos vom Tage der Ausstellungseröffnung können Sie sich hier ansehen.

Am 29. Mai 2009 veranstalten wir ein Fest zur Ausstellung. Sie sind herzlich dazu eingeladen.

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Dienstag, 27. Januar 2009

GEDENKTAG FÜR DIE OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS
Lichtaktion "Erinnern für die Zukunft"

Beginn: 27. Januar, 17 Uhr
Ende: 28. Januar, 8 Uhr.
Ort: Am Museum Lichtenberg, Türrschmidtstraße 24, 10317 Berlin
Aktionsdauer: 15 Stunden

Nach dem derzeitigen Forschungsstand sind aus dem Bezirk Lichtenberg zwischen 1941 und 1945 schätzungsweise 300 jüdische Kinder, Frauen und Männern in die NS-Vernichtungslager deportiert und dort ermordet worden. Der Gedenktag ist Anlass, an sie zu erinnern und gegen das Vergessen ein Zeichen zu setzen. Mit dem Projekt “Erinnern für die Zukunft” veröffentlicht das Museum zum zweiten Mal ihre Namensfolge und Todesdaten auf einem Lichtband. Die aufwendige Projektion wird eine Nacht lang weithin sichtbar auf den freien Hausgiebel des Museums in den Stadtraum eingeblendet. Für die Opfer gab es keine Rückkehr. Die Lichtaktion bringt ihre Schicksale im übertragenen Sinn wieder ins Gedächtnis zurück. Es ist ein Appell gegen Gleichgültigkeit und gegen Verdrängung, der sich an alle Generationen, besonders aber an jüngere Menschen wendet – und er soll als Aufruf zur Wachsamkeit wahrgenommen werden.
   
Redaktion / Produktion: Peter Badel, Holger Herschel, Christine Steer, Peter Thieme und b. MEDIA GmbH

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Dienstag, 27. Januar 2009

GEDENKTAG FÜR DIE OPFER DES NATIONALSOZIALISMUS
Ausstellung
„Zwangsarbeit für den Endsieg – das Konzentrationslager Mittelbau-Dora“

Ausstellungseröffnung: 27.1., 16 Uhr
Ausstellungsdauer: 27.1. – 27. 2. 2009,
Öffnungszeiten: Di – Fr, So 11 – 18 Uhr

Den Opfern nationalsozialistischer Verbrechen wird seit dem Jahr 1996 an jedem 27. Januar gedacht, dem Tag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz. Als die Rote Armee 1945 Auschwitz erreichte, waren die meisten, vorwiegend jüdischen Häftlinge bereits "evakuiert". Von der SS wurden sie in andere Lager weiterverschleppt, vor allem auch nach Mittelbau-Dora. Wer den Holocaust in Auschwitz, die mörderischen Todesmärsche und Bahntransporte überlebt hatte, dessen leidvolle Haft setzte sich hier fort. Mit den etwa 15.000 "Evakuierten" kamen auch mehrere hundert SS-Angehörige aus Auschwitz in das Lager, darunter der gesamte SS-Kommandanturstab unter Richard Baer, der am 1. Februar die Lagerleitung übernahm. In gewissem Sinne kann das KZ Mittelbau-Dora daher als Fortsetzung von Auschwitz betrachtet werden.

Das KZ Mittelbau war das letzte von den Nationalsozialisten gegründete Hauptlager. Es wurde gegründet, als die Kriegsniederlage Deutschlands längst absehbar war. Viele Deutsche wollten die Niederlage jedoch nicht wahrhaben. Sie glaubten der NS-Propaganda, die den "Endsieg" durch den Einsatz von "Wunderwaffen" versprach, die in bombensicheren Untertagefabriken hergestellt werden sollten.
 
Die Untertageverlagerung erhielt in der NS-Propaganda schnell einen mystischen Wert. SS-Chef Heinrich Himmler phantasierte im Frühjahr 1944 vom neuen "Höhlenmenschen", und Hitler forderte gar die langfristige Verlagerung der gesamten deutschen Industrie unter Tage.
 
Wunderwaffenpropaganda und Untertageverlagerung - beides war Ausdruck der Realitätsflucht in einem untergehenden Regime. Die NS-Führung klammerte sich an Phantasievorstellungen, die mörderische Konsequenzen hatten: Tausende von Mittelbau-Häftlingen litten und starben beim Ausschachten von Untertagefabriken, die nicht einmal annähernd fertiggestellt werden konnten. Zahlreiche weitere Tote forderte die Zwangsarbeit in der Produktion der sogenannten Vergeltungswaffen, die militärisch weitgehend sinnlos waren.
 
Mittelbau-Dora war kein High-Tech-Standort. Rüstungsproduktion gab es nur im Mittelwerk, und auch hier waren viele Arbeitsvorgänge archaisch. Der weitaus größte Teil der Insassen des KZ Mittelbau musste auf den zahlreichen Baustellen im Südharz arbeiten. Die Rakete haben sie nie gesehen. Das Hauptprodukt des Mittelbau-Projektes war der Tod. Mehr als 20.000 Menschen haben die Deportation in das KZ Mittelbau-Dora nicht überlebt.

Eine Ausstellung der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Nordhausen.

Eingang zum ehemaligen Häftlingslager
Gedenkplatz vor dem Krematorium
Kammer 46, Schlafstollen, ab Juni 1944 Fertigungshalle für die V1

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Freitag, 5. Dezember 2008 – Freitag, 16. Januar 2009

"Diktat und Erfolg"
Ausstellung über das Sportforum Hohenschönhausen 1954-1990

Eintritt frei

Ausstellungseröffnung: Freitag, 5. Dezember, 16 Uhr

Das Sportforum Berlin nimmt mit seinen verschiedenen sportlichen Anlagen und Einrichtungen, darunter der Olympiastützpunkt Berlin, ein Schul- und Leistungssportzentrum, das „Haus der Athleten“ mit Internat, das Institut für Sportwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin, Sport-Bundesstützpunkte und zahlreiche Sportvereine, ein größeres Areal im Bezirk Lichtenberg ein.

Talentierter Nachwuchs trainiert hier neben Weltklassesportlern, von denen viele herausragende und international anerkannte Erfolge errangen.

An der Aufarbeitung der komplexen Geschichte des Sportforums vor 1990 arbeiten das Museum Lichtenberg und der Schlossverein Hohenschönhausen. Die Markierung des Ortes nach Abschluss der Forschungen ist Bestandteil des bezirklichen Gedenktafelprogramms.

Eine erste Station der Geschichte des Sportforums, mit Einblicken in die Hintergründe seiner Entstehung und in die Funktion dieser Trainingsstätte zwischen 1954 und 1990, hat Hans-Michael Schulze auf zehn Bild-Texttafeln erschlossen, die nun in einer Museums-Ausstellung gezeigt werden. Das Projekt wurde mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur finanziert und von Förderband Kulturinitiative Berlin in Kooperation mit dem Museum Lichtenberg umgesetzt.

Das Sportforum Hohenschönhausen symbolisiert, wie kaum eine andere Sportstätte, ambivalente Aspekte der Sportpolitik der DDR. Der Sport war für die DDR-Führung auch ein wichtiges Mittel in der Systemauseinandersetzung. Gleichzeitig bildeten die sportlichen Erfolge der DDR-Sportler für die Bürgerinnen und Bürger der DDR Ansporn zur eigenen sportlichen Betätigung aber auch eine  Möglichkeit zur Identifikation.

Die Geschichte dieses bedeutenden Ortes beginnt mit seiner Erschließung 1954, die bis in die 1980er Jahre andauerte. Seinerzeit gehörte das heute unter Denkmalschutz gestellte Gebäudeensemble zum Bezirk Weißensee, nachfolgend ab 1985 zum neu gegründeten Bezirk Hohenschönhausen, der 2001 mit dem Bezirk Lichtenberg fusionierte.

Mit allen erforderlichen Strukturen ausgestattet, durch die hohe Motivation der Leistungsträger aber auch der SED-Funktionäre, entstand im Laufe von drei Jahrzehnten ein anspruchsvolles und für die DDR wichtiges Leistungssportzentrum. Die 1956 bis 1958 errichtete Dynamo-Sporthalle im Eingangsbereich bildete einen Schwerpunkt. Sie war benannt nach der Sportorganisation, die die Trägerschaft für den Ausbau innehatte. In der Sportvereinigung Dynamo trainierten Mitarbeiter der DDR-Sicherheitsorgane (Stasi, Volkspolizei, Zoll). Daneben wurden Trainingskomplexe für Turnen, Boxen und Schwimmen, Eislaufflächen und ein großes Stadion für Leichtathletik und Fußball errichtet. Nicht wenige der hier trainierten DDR-Sportler bestimmten in ihren Sportarten die Weltspitze. Trainer und Sportmediziner setzten jedoch - geleitet vom Diktat zum Erfolg -  bei der Nachwuchsförderung seit den 1970er Jahren auch leistungssteigernde Mittel ein und nahmen somit gesundheitsschädigende Folgen billigend in Kauf.


Begleitfilm zur Ausstellung: „Mut und Kraft“, Filmstudio des ehemaligen Ministerium des Innern der DDR,  Rolf E. Rambow.
Dienstag jeweils 11 Uhr: 09.12. und 16.12. 2008, 06.01. und 13.01.2009

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